THE LAST WORDS aka. LAS ULTIMAS PALAVRAS

Die spanisch-jüdische Sprache Ladino blickt auf eine lange Tradition bei sephardischen Juden in der Türkei zurück. Die Sprache ist bei der ethnischen Minderheit auch heute noch lebendig in Küche und Liedgut. Dennoch ist das Ladino heute in der Türkei vom Aussterben bedroht. Regisseurin Rita Ender lässt in ihrem Film junge jüdische Türken zu Wort kommen, die über den Gebrauch ladinischer Wörter in ihrer Alltagssprache reflektieren. Sprache ist in „The Last Words“ nicht nur ein Mittel zur Kommunikation, sondern auch Träger von Erinnerungen, jüdischer Identität und dem Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit. Das Verschwinden des Ladino ist also zugleich Sinnbild für ein Gefühl der Entwurzelung, das sich bei der jüngeren Generation breit macht. Rita Ender führt das langsame Aussterben der
Sprache nicht zuletzt auf diskriminierende Tendenzen gegenüber der sephardischen Minderheit zurück.

Rita Ender ist eine türkische Filmemacherin.

Screenings: 
Sonntag, 05. Juni 20:15 fsk Kino

DAS JFBB ZEIGT IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER KREUZBERGER INITIATIVE GEGEN ANTISEMITISMUS (KIgA)

Anschließend Diskussion mit Rita Ender, Aycan Demirel (KIgA) und weiteren Gästen

Credits: 

Türkei 2015, Dokumentarfilm, Deutschlandpremiere
32 min, türkisch/ladino mit deutschen Untertiteln
Regie: Rita Ender
Kamera: Yorgos Demir