LEBEN UND STERBEN DES COLONEL BLIMP

»Colonel Blimp« ist eine cineastische Rarität: Liebe und Krieg in Technicolor. Ein Film, entstanden in Kriegszeiten, der sich mit leichter Geste des britischen Soldatentums annimmt und den das Kriegsministerium überhaupt nicht produziert sehen wollte. Premierminister Churchill suchte einen der Hauptdarsteller, Anton Walbrook, persönlich in seiner Garderobe auf: Der Film sei untragbar, der Held kein gutes patriotisches Beispiel! Die sogenannte »Blimp-Affaire« drehte sich um die Frage, ob die Geschichte von Colonel Blimp »antibritisch« war. Für 1943 war die Zeichnung des deutschen Antihelden, eines Offiziers der kaiserlichen Armee, zu positiv. Die Kritik unterstellte dem »Ungarn« Pressburger, dass er nicht wirklich »britisch fühlte«. Nach Zensureingriffen wurde »Colonel Blimp« erst 1983 wieder in der Premierenfassung gezeigt.

Screenings: 
Donnerstag, 06. Juli 19:00 Filmmuseum Potsdam Tickets

SONDERREIHE im Filmmuseum Potsdam

„100 JAHRE UFA“ – „DEM VERGESSEN ENTRISSEN“
HOMMAGE AN EMERIC PRESSBURGER

Einführung: Prof. Frank Stern (Kultur- und Filmwissenschaftler)

Credits: 

Grossbritannien 1943, Spielfilm
163min, engl. mit dt. UT

Regie: Michael Powell, Emeric Pressburger