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NATASHA

Der Sommer zwischen langweiligem Ferienjob im Callcenter einer Telemarketingfirma und kleinen Kurierdiensten für den Marihuanadealer wird für den 16-jährigen Mark plötzlich viel aufregender, als in seinem kanadischen Vorort entfernte Verwandtschaft aus Russland auftaucht. Anfangs soll der Nachwuchsphilosoph nur Natasha, der 14-jährigen Stieftochter seines Onkels, beim Eingewöhnen helfen, doch schon bald kommen sich die beiden Jugendlichen näher als erlaubt ist. Die hübsche Cousine erweist sich als ebenso verführerische wie gefährliche Lolita mit dunkler Vergangenheit, die Mark den Kopf verdreht und ihr ganzes Umfeld ins Chaos stürzt. Der zweite Spielfilm des im lettischen Riga geborenen David Bezmozgis basiert auf seiner gleichnamigen preisgekrönten Short Story aus dem Jahr 2004. Das fesselnde Jugenddrama einer verbotenen Liebe mit Anleihen bei Henrik Ibsen ist ein modernes Update russischer Tragödien und bietet zugleich einen faszinierenden Einblick in den Alltag russisch-jüdischer Gemeinden im heutigen Kanada, wo Einwanderer verschiedener Generationen aufeinandertreffen.

David Bezmozgis ist ein 1972 in Lettland geborener und in Kanada aufgewachsener Schriftsteller und Filmemacher. Er hat zahlreiche Kurzgeschichten und bislang zwei Romane veröffentlicht. Sein Debütfilm „Victoria Day“ (2009) feierte auf dem Sundance Filmfestival Weltpremiere.

Screenings: 
Donnerstag, 09. Juni 19:30 Babylon Saal 1 Tickets
Sonntag, 12. Juni 20:00 fsk Kino
Credits: 

Kanada 2015, Spielfilm, Europapremiere
93 min, englisch/russisch mit englischen Untertiteln

Regie und Buch: David Bezmozgis
Produktion: Bill Marks, Deborah Marks, Daniel Ostroff, Aeschylus Poulos, Julia Rosenberg
Kamera: Guy Godfree
Darsteller: Alex Ozerov, Deanna Dezmari, Genadijs Dolganovs

Festivals (Auswahl): New York Jewish Film Festival, Toronto Jewish Film Festival

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