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RABIN IN HIS OWN WORDS

„Es gibt nichts Schwierigeres als sich selbst zu definieren.“ So Jitzchak Rabin während eines Interviews. Dem fesselnden Dokumentarfilm von Erez Laufer gelingt es mithilfe von Aufnahmen von Rabins Stimme dennoch erstaunlich gut, das Leben des Ausnahmepolitikers und seine Zeit fast ausschließlich aus Rabins eigener Perspektive wiederzugeben. Rabin (1922-1995) wurde in Jerusalem geboren, ging früh, nach kurzer Studienzeit, zum Militär und arbeitete sich dort durch alle Dienstgrade nach oben. Er wurde zweimal zum Premierminister gewählt und erhielt 1994 den Friedensnobelpreis (zusammen mit Schimon Peres und Jassir Arafat).

Mit ein paar Ausnahmen verknüpft der Film diese Meilensteine fast zur Gänze, indem er Interviews, Reden, Videos, Briefe und Fotografien Rabins zu einem großen Gesamteindruck verwebt. Neben der historischen Analyse bietet der Film einzigartige persönliche Erinnerungen eines ansonsten eher wortkargen Staatsmannes.

„Rabin In His Own Words“ erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Preis für den besten Dokumentarfilm beim Haifa International Film Festival 2015. Das Festival zu seiner Wahl: „Ein schmerzvoller, aber dennoch mitreißender Blick auf den Staat Israel durch die Augen eines Mannes, der vom Frieden träumte, dafür arbeitete und Opfer brachte. Bis hin zu der Tragödie, die sowohl sein Leben als auch seine Vision zerstörte. Der Film ist eine bewegende Kinoerfahrung, die Archivmaterial umsichtig und klug einsetzt.“ © New York Times und Haifa International Film Festival

Erez Laufer ist ein israelischer Filmemacher und Dokumentarfilmer. Sein Film „Mike Brant – Laisse-Moi T’Aimer“ (2002) gewann einen Ophir Award und feierte seine internationale Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes.

Screenings: 
Mittwoch, 15. Juni 20:00 Filmkunst 66 Tickets

DAS JFBB ZEIGT IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER DEUTSCH-ISRAELISCHEN GESELLSCHAFT E.V.

Die Einführung übernimmt der Bildungsmedienredakteur und Publizist Dr. Martin Kloke. Der Politikwissenschaftler befasst sich seit langem mit den deutsch-israelischen Beziehungen.

Credits: 

Israel 2015, Dokumentarfilm, Berlinpremiere
110 min, hebräisch mit englischen Untertiteln
Regie: Erez Laufer
Produktion: Vivi Halpern, Orly Topel

Festivals: Hot Docs Film Festival Canada, Haifa International Film Festival (Bester Dokumentarfilm), Atlanta Jewish