RONIT ELKABETZ - A STRANGER IN PARIS

Mit 51 Jahren starb die vielfach preisgekrönte israelische Schauspielerin und Regisseurin Ronit Elkabetz im April 2016 überraschend an Krebs. Ihr erfolgreichster Film war „Get – Der Prozess der Viviane Amsalem“ (2014), in dem sie eine orthodoxe jüdische Frau verkörpert, die darum kämpft, sich vor einem religiösen Gericht von ihrem Ehemann scheiden lassen zu können. Für den mit mehreren internationalen Filmpreisen ausgezeichneten Film schrieb Elkabetz auch das Drehbuch und führte zusammen mit ihrem Bruder Shlomi Regie. „Get“ erlangte weltweit Aufmerksamkeit und brachte dem Ausnahmetalent Elkabetz sogar eine Golden Globe Nominierung ein.

Die Nachricht ihres plötzlichen Todes schockierte nicht nur die israelische Filmindustrie, sondern schlug in der gesamten israelischen Gesellschaft Wellen. Ihr Regiekollege Amos Gitai sagte über Elkabetz: „Kein Wunder, dass sie die ganze Welt in ihren Bann zog. Sie
wurde von allen geliebt... sie war einfach spektakulär.“ Und der ehemalige israelische Präsident Schimon Peres bezeichnete Elkabetz als „außergewöhnliche kulturelle Botschafterin für den Staat Israel“, die „die Bürger von Israel und den Staat Israel auf den vielen Bühnen der Welt mit großem Stolz, Kreativität und Schönheit vertrat.“ © Guardian, © Guardian, 19. April 2016

Nir Bergman ist ein israelischer Regisseur und Drehbuchautor. Nach seinem Studium an der Sam Spiegel Film and Television School in Jerusalem drehte er einige preisgekrönte Kurzfilme. Sein mehrfach ausgezeichnetes Spielfilmdebüt „Broken Wings“ (2002) gewann den Ophir Award als bester Film und war auf der Berlinale 2003 zu sehen. Sein zweiter Kinofilm „HaDikduk Ha Pnimi“ (2010) lief unter anderem auf der Berlinale 2011.

 

Screenings: 
Freitag, 10. Juni 19:30 Babylon Saal 1 Tickets

IN GEDENKEN AN RONIT ELKABETZ  (1964 – 2016)

Einführung: Prof. Frank Stern  Wien / Berlin

Credits: 

Israel 2013, Dokumentarfilm, Deutschlandpremiere
54 min, hebräisch mit englischen Untertiteln
Regie: Nir Bergman