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A TALE OF LOVE AND DARKNESS aka. SIPPUR AL AHAVA VE HOSECH

In diesem Film ist in jeder Sekunde spürbar, wie viel Herzblut in ihm steckt: Natalie Portman, die in Jerusalem geborene und in den USA aufgewachsene Schauspielerin, verfilmte die Erinnerungen des israelischen Schriftstellers Amos Oz an seine Kindheit im Jerusalem der 1940er Jahre als große Hommage an die Literatur. Oz selbst nannte „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“ (erschienen 2002 auf Hebräisch, deutsche Übersetzung 2004), die schnell zum meistverkauften Buch in der Geschichte Israels wurde, einen „autobiographischen Roman“. Und ums Fabulieren und die verbindende Kraft des Erzählens geht es auch. Portman spielt in der von ihr adaptierten Filmversion großartig und sehr berührend Oz’ Mutter Fania, die ihrem kleinen Sohn Geschichten erzählt, aber zunehmend an Depressionen leidet. Ein zutiefst menschlicher, kluger und vielschichtiger Film über die unruhigen Gründungsjahre des Staates Israel, über Mutterliebe, Verlust und was eine Familie zusammenhält. Und nicht zuletzt das liebevolle Porträt eines sensiblen Jungen, aus dem einmal ein großer Erzähler werden wird.

Natalie Portman (*1981) ist eine israelisch-US-amerikanische Schauspielerin und Regisseurin. Für ihre Rolle in „Black Swan“ (2010) erhielt sie einen Oscar als beste Hauptdarstellerin. Nach den Kurzfilmen „Eve“ (2008) und „Central Park“ (2009, als Segment des Films „New York, I Love You“), ist „A Tale of Love and Darkness“ ihr Langfilmdebüt als Regisseurin.    

Screenings: 
Donnerstag, 09. Juni 20:00 Filmkunst 66 Tickets
Samstag, 11. Juni 20:00 City Kino Wedding

Mit einer Ansprache des Bundesaußenministers Dr. Frank-Walter Steinmeier.

Credits: 

Israel/USA 2015, Spielfilm, Deutschlandpremiere
95 min, hebräisch mit englischen Untertiteln

Regie: Natalie Portman
Buch: Amos Oz, Natalie Portman
Produktion: Ram Bergman, Nicolas Chartier, David Mandil, Natalie Portman
Kamera: Slawomir Idziak
Darsteller: Natalie Portman, Makram Khoury, Shira Haas, Neta Riskin, Amir Tessler

Festivals (Auswahl): Internationale Filmfestspiele von Cannes, Toronto International Film Festival