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26 Jahre JFBB


Herzlich willkommen beim 26. Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg!

In diesem Jahr begrüßen wir Sie im Kino in Berlin und Brandenburg und deutschlandweit online.

Zu den Online-Filmen und -Tickets




Festivaltrailer
Länge 1:08min
Trailer Qualität

JFBB 2020 ONLINE

Die Streaming-Plattform ist ab dem 21. August 2020 freigeschaltet für den Ticketverkauf. Das Kartenkontingent ist auf 400 Karten pro Film limitiert.

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JFBB 2020 KINO

Tickets für die Festivalfilme, die im Kino laufen, erhalten Sie ausschließlich bei dem jeweiligen Kino.
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Spielfilme

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| 82 min. | IL 2019

Sprache: Hebräisch (Original) Untertitel-Optionen: Deutsch, Englisch

Die Pensionierung führt den 68-jährigen Meir in eine Existenzkrise. In der Gemeinschaft seiner Heimatstadt Nirit und innerhalb seiner Familie bekommt er allmählich das Gefühl, entbehrlich geworden zu sein. Der Film zeichnet das sensible Porträt einer Sinnsuche im Alter. Dem unvermeidlichen körperlichen Verfall und der größer werdenden Distanz zu den Kindern und Enkeln zum Trotz, ist Meir entschlossen einen neuen Lebenssinn zu finden und auf seinem Platz zu beharren. Sein Spielfilmdebüt AFRICA widmet Oren Gerner seinem Vater.

Bonusmaterial:

Regisseur Oren Gerner (Israel) und die Darsteller Meir Gerner und Maya Gerner (Israel) im Gespräch mit Filmhistorikerin Lihi Nagler (Deutschland)

Regie & Drehbuch: Oren Gerner Produzent*innen: Itay Akirav Produktion: Film Harbor Kamera: Adi Mozes Schnitt: Gil Vesely Darsteller*innen: Meir Gerner, Maya Gerner, Oren Gerner, Gilad Earel, Haim Neiberg

Preise: Bester Film, Bestes Debüt, Bester Schauspieler, Haifa IFF 2019; Beste Regie, Asian Feature Film Competition Section, Singapur IFF 2019 Festivals: Toronto IFF 2019; San Sebastian IFF 2019; Filmfest Hamburg 2019; Thessaloniki IFF 2019; Stockholm IFF 2019; Miami JFF 2019

GABRIEL (2018) SHARK TOOTH (2016) TEST (2015) GREENLAND (2014)

Oren Gerner studierte Regie und Drehbuch an der Minshar School of Art in Tel Aviv und ist als Filmdozent in Israel tätig. Seine Kurzfilme wurden auf über 150 Filmfestivals gezeigt, darunter in Cannes, San Sebastian und auf dem Sundance Film Festival. Bisher hat er 15 internationale Preise gewonnen. AFRICA ist sein erster Spielfilm.

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| 93 min. | IT/BRD 1970

Sprache: Italienisch (Original) Untertitel-Optionen: Deutsch, Englisch

In diesem Jahr feiert Vittorio De Sicas preisgekrönter Film sein 50stes Jubiläum. Unter dem faschistischen Mussolini-Regime nehmen die Restriktionen gegen jüdische Italiener Ende der 1930er stetig zu und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben wird unmöglich. Der jüdische Literaturprofessor Finzi-Contini öffnet seinen Garten für die Freunde seiner schon erwachsenen Kinder. Seine Tochter Micól spielt mit den Gefühlen des angehenden Schriftstellers Giorgio, der aus einer ärmeren jüdischen Familie stammt und beginnt eine Affäre mit Giorgios Freund Malnate. Doch sie alle können der Realität nicht mehr lange entkommen und die schweren Gartenmauern können die dunklen politischen Mächte nicht auf ewig fernhalten.

Bonusmaterial:

Einführung: Historiker Frank Stern (Österreich)

Regie: Vittorio De Sica Drehbuch: Ugo Pirro, Vittorio Bonicelli, Vittorio De Sica Produzent*innen: Gianni Hecht Lucari, Arthur Cohn Produktion: Documento Film S.r.l. (Rom), CCC Filmkunst GmbH (Berlin) Kamera: Ennio Guarnieri Schnitt: Adriana Novelli Darsteller*innen: Lino Capolicchio, Dominique Sanda, Fabio Testi, Romolo Valli, Helmut Berger

Academy Award für den besten fremdsprachigen Film 1972; Goldener Bär, 21. Internationale Filmfestspiele Berlin 1971

u.A. FAHRRADDIEBE (LADRI DI BICICLETTE, 1948) DAS WUNDER VON MAILAND (MIRACOLO A MILANO, 1951) UMBERTO D.(1952) ... UND DENNOCH LEBEN SIE (LA CIOCIARA, 1960) DIE EINGESCHLOSSENEN VON ALTONA (SEQUESTRATI DI ALTONA, 1962) HOCHZEIT AUF ITALIENISCH (MATRIMONIO ALL'ITALIANA, 1964)

Vittorio De Sica (1901–1974) gilt als einer der berühmtesten Regisseure Italiens. Er schuf die bedeutendsten Werke des Neorealismus, viele von ihnen, wie etwa der preisgekrönte Film FAHRRADDIEBE, gehören zum Kanon internationaler Filmgeschichte. Als Schauspieler trat er ab 1917 in ca. 160 Filmen und Theaterstücken auf. Zwischen 1940 und 1974 führte er bei mehr als 35 Filmen Regie. De Sicas Filme brachten das berühmte italienische Leinwandduo Sophia Loren und Marcello Mastroianni hervor.

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| 123 min. | IL 2019

Sprache: Hebräisch (Original) Untertitel-Optionen: Deutsch, Englisch Untertitel im KINO: Englisch

Die Ermordung des israelischen Premierministers Yitzhak Rabin am 4. November 1995 gilt als einer der verheerendsten Schläge gegen den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern. Nur ein Jahr vor seinem Tod verkündete Rabin das Ziel vom Ende der Gewalt zwischen den Völkern. Der Film rekonstruiert die Ereignisse dieses politisch angespannten Jahres aus der Perspektive des Attentäters Yigal Amir, einem orthodoxen Jurastudenten. Basierend auf Interviews mit dem inhaftierten Amir, seiner Familie und Freunden, stellt der Film den herausragenden Versuch dar, historische Fakten und Zeitdokumente um Beobachtungen zur Radikalisierung des jungen Mannes zu ergänzen. Aus einem Ereignis mit großer politischer Reichweite entsteht so eine hochaktuelle und zeitlose Studie über politischen Extremismus.

Bonusmaterial:

Regisseur Yaron Zilberman (USA) im Gespräch mit Filmkritiker/ Moderator Knut Elstermann (Deutschland)

Regie: Yaron Zilberman Drehbuch: Ron Leshem, Yaron Zilberman Produzent*innen: David Silber, Sharon Harel, Tamar Sela, Yaron Zilberman, Ruth Cats, Moshe Edery, Ron Leshem Produktion: Metro Communications, Opening Night Productions, WestEnd Films Kamera: Amit Yasour Schnitt: Shira Arad, Yonatan Weinstein Darsteller*innen: Yehuda Nahari Halevi, Amitay Yaish Ben Ousilio, Anat Ravnizky, Yoav Levi, Dolev Ohana

Preise: Bester Film und beste Besetzung, Ophir Awards; israelischer Beitrag für den Oscar 2019 Festivals: u. a. Toronto International Film Festival 2019; Zurich Film Festival 2019; London Film Festival 2019; Warsaw Film Festival 2019; UK Jewish Film Festival 2019; Copenhagen Jewish Film Festival 2020; Bengaluru International Film Festival 2020; Nice Israel Film Festival 2020; Yesh! Film Festival Zürich 2020; Miami Jewish Film Festival 2020; New York Jewish Film Festival 2020

WATERMARKS (2004) A LATE QUARTET (2012)

Yaron Zilberman (geb. 1966) studierte Physik am M.I.T., bevor er sich dem Filmemachen zuwandte. Bei seinen ersten zwei Filmen wirkte er als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Sein Regiedebüt, der Dokumentarfilm WATERMARKS, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und sein erster Spielfilm A LATE QUARTET erhielt viel Lob von der internationalen Filmkritik.

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| 101 min. | DE 2019

Sprache: Deutsch (Original)

Die quirlige jüdische Großmutter Berta und ihre nicht weniger leidenschaftliche Enkelin Shira streiten inniglich über die Liebe und darüber, was Frau darf und was nicht. Vor allem als sich ihre geliebte Enkeltochter ausgerechnet für Maria, eine Deutsche, entscheidet. Die beiden jungen Frauen machen richtig ernst – sie wollen heiraten. Als ihre beiden Familien aufeinandertreffen, ist das Chaos perfekt. So unterschiedlich beide Familien sind, so einig sind sich alle in einem Punkt: Die Hochzeit muss geplant werden! Nur eine versucht mit allen Mitteln diesen Bund fürs Leben zu verhindern – Berta. Für sie ist eine Ehe zwischen einer Israelin und einer Deutschen ein Ding der Unmöglichkeit. Mit einem liebevollen Blick auf ihre Filmfiguren und frei von gesellschaftlichen oder religiösen Konventionen vereint die israelische Regisseurin und Autorin Shirel Peleg in KISS ME KOSHER Menschen und deren Beziehungen zueinander. Vor der wunderschönen Kulisse Israels spielt der Film herrlich unkoscher mit gängigen Klischees in der Liebe, der Religion und dem deutsch-israelischen Verhältnis, um diese lässig und pointiert zu demaskieren.

Regie & Drehbuch: Shirel Peleg Produzent*innen: Christine Günther Produktion: Fireglory Pictures GmbH Darsteller*innen: Moran Rosenblatt, Luise Wolfram, Rivka Michaeli

WIR SIND WIEDER DA (2018) TAGESMAUL (2016)

Shirel Peleg (geb. 1985) studierte Regie am Sapir College in Israel, wo sie 2010 ihr Regiestudium mit einem BFA in Film und Fernsehen abschloss. 2012 zog sie mit ihrer Partnerin nach Deutschland, wo sie ein Studium zur Drehbuchautorin an der Filmakademie Baden-Württemberg absolvierte. Nach Kurzfilmen wie WIR SIND WIEDER DA oder TAGESMAUL, die auf vielen internationalen Filmfestivals präsentiert wurden, debütiert sie mit ihrer romantischen Screwball-Komödie KISS ME KOSHER in den deutschen Kinos.

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| 88 min. | IL 2019

Sprache: Russisch/ Hebräisch (Original) Untertitel-Optionen: Englisch, Deutsch

Victor und Raya Frenkel waren die goldenen Stimmen der sowjetischen Filmsynchronisation. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR 1990 beschließen sie, wie auch hunderttausende andere sowjetische Juden, nach Israel einzuwandern. Ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft wird schnell von der Realität eingeholt, denn ihr unverwechselbares Talent wird in ihrer neuen Heimat nicht gebraucht. Mit ihrer jung klingenden Stimme findet Raya schließlich Arbeit bei einer Sex-Hotline und Victor versucht sich in der Synchronisation illegaler Filmkopien. Der Film wirft einen tragikomischen Blick auf die notgedrungene erneute Selbstfindung in der Immigration.

Bonusmaterial:

Schauspieler Vladimir Friedman (Israel) im Gespräch mit Filmhistorikerin Svetlana Svyatskaya (Deutschland)

Regie: Evgeny Ruman Drehbuch: Evgeny Ruman, Ziv Berkovich Produzent*innen: Avraham Pirchi, Chilik Michaeli, Tami Leon, Eitan Evan, Moshe Edery, Leon Edery Produktion: UCM, Evanstone Films Kamera: Ziv Berkovich Schnitt: Evgeny Ruman Darsteller*innen: Vladimir Fridman, Maria Belkin, Evelin Hagoel, Uri Klauzner, Alexander Senderovich

Auszeichnungen: Bestes Drehbuch und Bester Film NETPAC Award, Tallinn Black Nights Film Festival 2019; Besondere Erwähnung, Haifa International Film Festival 2019 Festivals: Moscow Jewish Film Festival 2020; Seret UK 2020; Bengaluru International Film Festival, Indien 2020; Hailfa IFF 2019; Shanghai International Film Festival 2019

MEKULALIM (2018) THE MAN IN THE WALL (2015) IGOR & THE CRANES' JOURNEY (2012) LENIN IN OCTOBER (2010) IN BETWEEN THE LINES (2009)

Evgeny Ruman (geb. 1979) ist israelischer Regisseur, Cutter und Autor. Er studierte Film- und Fernsehen an der Tel Aviv Universität. 2009 drehte er die erste russischsprachige Fernsehserie IN BETWEEN THE LINES, die im israelischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die Hauptrolle spielte Vladimir Friedman. Seither drehte er vier Spielfilme, die auf internationalen Festivals, darunter in Toronto, Rotterdam und in Haifa, gezeigt wurden.

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| 127 min. | RU/DE/BY 2019

Sprache: Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch (Original) Untertitel: Deutsch

1942. Gilles, ein junger Belgier, wird zusammen mit anderen Juden von der SS verhaftet und in ein Lager nach Deutschland gebracht. Er entgeht der Exekution indem er schwört kein Jude, sondern Perser zu sein – eine Lüge, die ihn zunächst rettet. Doch dann wird Gilles mit einer für ihn unmöglichen Mission beauftragt: Er soll Farsi unterrichten. Offizier Koch, Leiter der Lagerküche, träumt nämlich davon nach Kriegsende ein Restaurant im Iran zu eröffnen. Wort für Wort muss Gilles eine Sprache erfinden, die er nicht beherrscht. Als in der besonderen Beziehung zwischen den beiden Männern Eifersucht und Misstrauen aufkommt wird Gilles schmerzhaft bewusst, dass ihn jeder Fehltritt auffliegen lassen könnte. Inspiriert von wahren Begebenheiten erschuf Regisseur Vadim Perelman ein hochspannendes, wendungsreiches Drama, das eine packende und emotionale Geschichte von menschlichem Überlebenswillen erzählt.

Regie: Vadim Perelman Drehbuch: Ilya Zofin Produzent*innen: Ilya Stewart, Murad Osmann, Pavel Buria, Ilya Zofin, Vadim Perelman, Timur Bekmambetov, Rauf Atamalibekov, Sol Bondy, Jamila Wenske Produktion: Hype Film, LM Media Kamera: Vladislav Opelyants Schnitt: Vessela Martschewski, Thibault Hague Darsteller*innen: Lars Eidinger, Nahuel Pérez Biscayart, Jonas Nay, Alexander Beyer, David Schütter, Luisa-Céline Gaffron, Leonie Benesch

KAUF MICH (2018) ADULTERY (2018) ASHES (2013) DAS LEBE VOR MEINEN AUGEN (2007) HAUS AUS SAND UND NEBEL (2003)

Vadim Perelman (geb. 1963) studierte erst Naturwissenschaften und später Filmwissenschaft am Ryerson Film Institute in Toronto. Anschließend gründete er eine Produktionsfirma für Werbe- und Musikvideos und zog nach Los Angeles. Sein Spielfilmdebüt HAUS AUS SAND UND NEBEL erhielt drei Oscar-Nominierungen und war, wie sein zweiter Film DAS LEBEN VOR MEINEN AUGEN mit Uma Thurman und Evan Rachel Wood, eine Literaturverfilmung. Er ist außerdem für führende US-amerikanische und russische Fernsehsender tätig.

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| 90 min. | FR 2019

Sprache: Französisch/Hebräisch (Original) Untertitel: Englisch

THE END OF LOVE ist eine intime Studie über die komplexe Herausforderung Liebe und Leidenschaft auf Distanz zu erhalten. Das Paar Julie und Yuval zieht sein Baby gemeinsam in Paris auf. Als Yuval nach Israel reist, um sein Visum zu verlängern, halten sie ihren gemeinsamen Alltag über Skype-Videogespräche aufrecht. Was romantisch beginnt, wird schnell von Enttäuschungen geprägt: unterschiedliche Tagesabläufe, alltägliche Herausforderungen, Missverständnisse und verpasste Anrufe, die Eifersucht schüren, lassen die Distanz zwischen den Partnern immer größer werden. Die dramatischen Auseinandersetzungen trägt das Paar in der digitalen Welt aus, in der auch der Zuschauer sie verfolgt.

Bonusmaterial:

Regisseurin Keren Ben Rafael (Israel) im Gespräch mit Svetlana Svyatskaya (Deutschland)

Regie: Keren Ben Rafael Drehbuch: Delphine Benroubi Produzent*innen: Produktion: Palikao Films Kamera: Damien Dufresne Schnitt: Flore Guillet, Keren Ben Rafael Darsteller*innen: Judith Chemla, Arieh Worthalter, Lenny Dahan, Noémie Lvovsky, Bastien Bouillon

Festivals: Biennale di Vinezia 2019; Arava International Film Festival 2019; Festival Cinéma Méditerranéen de Bruxelles 2019; Festival House of Tolerance 2020; Festival du Film Français, Tel Aviv 2020; Toronto Jewish Film Festival 2020; Montreal Israeli Film Festival 2020; Atlandida Film Fest 2020

VIRGINS (2017) AT THE BEACH (2015) NORTHERN LIGHTS (2013) BITE INTO LIFE (2013) I'M YOUR MAN (2011) ALMOST NORMAL (2009)

Keren Ben Rafael (geb. 1978) arbeitet als Autorin und Regisseurin in Israel und Frankreich. Sie studierte Philosophie und französische Literatur an der Universität Tel Aviv und schloss 2009 ihr Studium in der Regieabteilung der renommierten Filmhochschule La Fémis ab. Ihr Kurzfilm NORTHERN LIGHTS (2013) wurde bei den Quinzaine des Réalisateurs in Cannes gezeigt, ihr Dokumentarfilm BITE INTO LIFE (2013) gewann den Regiepreis beim brasilianischen Frauenfestival und den Sonderpreis beim Marseille Science & Film Festival.

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| 90 min. | IL 2019

Sprache: Hebräisch (Original) Untertitel: Englisch

„Die ELECTRIFIERS ist eine Komödie über das Erwachsenwerden eines 60-jährigen Teenagers.“ Boaz Armoni

Die Komödie erzählt von gealterten Rockstars, die seit über 30 Jahren auf ihren Durchbruch warten. Die Band „Electrifiers“ wurde Mitte der 1980er Jahre als die ‚Besten Neuen Künstler‘ ausgezeichnet, mittlerweile beschränken sich jedoch ihre Auftritte auf Pflegeheime und günstige Hotels. Ihr Leadsänger Mickey hält unermüdlich am Traum und auch am Lebensstil eines 20-jährigen fest. Als alle anderen aufgeben wollen, eröffnet sich den „Electrifiers“ durch ein neues, junges Mitglied plötzlich die Aussicht auf ein echtes Bühnen-Comeback. Reale israelische Pop-Stars der 1980er treten im Film in Cameo-Auftritten auf. “

Regie: Boaz Armoni Drehbuch: Sarel Piterman, Zvika Nathan, Shir Reuven Produzent*innen: Zvika Nathan, Gal Greenspan, Roi Kurland Produktion: OSN Films, Green Productions Kamera: Itzik Portal Schnitt: Amit Ginton Darsteller*innen: Zvika Nathan, Sharon Alexander, Uri Hochman, Yigal Adika, Tamara Klingon, Tal Friedman, Eli Yatzpan, Elisha Banai, Ella Armoni

Festivals: Miami Jewish Film Festival, Boston Israeli Film Festival; Haifa International Film Festival

FREAK OUT (2015) LOVE LETTER FROM THE WAR (2014) ESCAPE FROM ACRE PRISON (2011) DESERT TRAIN (2008)

Boaz Armoni (geb. 1979) ist Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Er studierte Film an der HaMidrasha Kunstfakultät der Hochschule Beit Berl. Sein erster abendfüllender Spielfilm, die Horrorkomödie FREAK OUT, feierte Erfolge auf Genre-Festivals und wurde international verliehen. Darüber hinaus drehte er zahlreiche mittellange Historiendramen. Gegenwärtig arbeitet er an seinem dritten Spielfilm.

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| 86 min. | US 1953 IT/BRD 1970

Sprache: Englisch (Original)

„DER GEHETZTE ist mehr als eine erschütternde Charakterstudie; es ist auch ein einzigartiges und faszinierendes Porträt des jungen Israels, welches auf künftige Brüche in der Gesellschaft hindeutet.“ - Jay Rosenblatt

Die Hollywood-Legende Kirk Douglas starb im Februar 2020 im Alter von 103 Jahren. Als eine Hommage an den jüdischen russischstämmigen Schauspieler zeigen wir, mit ihm in der Hauptrolle, einen der ersten Hollywood-Filme, der einem Überlebenden des Holocaust gewidmet ist und gleichzeitig der erste große US-amerikanische Film ist, der in Israel gedreht wurde. Douglas spielt den Berliner Jongleur Hans Müller, der 1949 nach Israel einwandert. Seine Frau und Kinder wurden im Holocaust ermordet und Hans plagen Schuldgefühle Deutschland nicht früher verlassen zu haben. Auch leidet er unter Traumata der NS-Verfolgung, die ihn in der Folge besonders aggressiv auf die israelische Beamte und ihre Fragen und Uniformen reagieren lassen. Schließlich schlägt er einen Polizisten zusammen und macht sich, im Irrglauben diesen ermordet zu haben, auf die Flucht durch seine neue Heimat.

Bonusmaterial:

Einführung: Historiker Frank Stern (Österreich)

Regie: Edward Dmytryk Buch& Drehbuch: Michael Blankfort Produzent*innen: Stanley Kramer Produktion: Stanley Kramer Productions Kamera: J. Roy Hunt Schnitt: Aaron Stell Musik: George Antheil Darsteller*innen: Kirk Douglas, Milly Vitale, Paul Stewart

HITLER’S CHILDREN (1943) MORD, MEIN LIEBLING (MURDER, MY SWEET, 1944) IM KREUZFEUER (CROSSFIRE, 1947) DIE CAINE WAR IHR SCHICKSAL (THE CAINE MUTINY, 1954) DIE JUNGEN LÖWEN (THE YOUNG LIONS, 1958) DIE 27. ETAGE (MIRAGE, 1965) EIN MANN RECHNET AB (THE "HUMAN" FACTOR, 1975)

Edward Dmytryk (1908 - 1999) war ein amerikanischer Filmregisseur. 1944 gelang ihm der Durchbuch mit dem Film MORD, MEIN LIEBLING. Viele seiner Genre-Filme der Zeit setzen sich thematisch mit Antisemitismus und Faschismus auseinander. Während der Kommunistenverfolgungen der McCarthy-Ära wurde er inhaftiert und konnte erst nach seiner Zusammenarbeit mit dem Komitee für unamerikanische Aktivitäten wieder in Hollywood arbeiten. Bis in die 1970er Jahre führte Dmytryk Regie bei über 50 Spielfilmen.

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| 83 min. | HU 2019

Sprache: Ungarisch (Original) Untertitel-Optionen ONLINE: Deutsch, Englisch Untertitel im KINO: English

„We've seen so many films about what happened before and during the Holocaust, but so few have shown us the fate of those who remained with us, those who came back.”  Barnabás Tóth

Budapest nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und zu Beginn des stalinistischen Regimes: Zwei gegensätzliche Akteur*innen, die beide ihre Angehörigen in Konzentrationslagern verloren haben, finden zueinander und geben einander Halt und neuen Lebenssinn. Die rebellische Waise Klára, 16, drängt sich in das Leben des schweigsamen Gynäkologen Aládar, 42. Zwischen den beiden entsteht eine innige sinnliche, jedoch platonische Beziehung. Ein feinfühliger, ergreifender Film über das Weiterleben in fortdauernd düsteren politischen Zeiten.

Bonumaterial: 

Regisseur Barnabás Tóth (Ungarn) im Gespräch mit Filmhistoriker/ Kurator Claus Löser (Deutschland)

Regie: Barnabás Tóth Drehbuch: Barnabás Tóth, Klára Muhi Romanvorlage: Zsuzsa F. Várkonyi Produzent*innen: Mónika Mécs Produktion: MENEMSHA FILMS Kamera: Gábor Marosi Schnitt: Ágnes Mógor Darsteller*innen: Károly Hajduk, Abigél Szőke, Mari Nagy, Katalin Simkó, Barnabás Horkay

Auszeichnungen: Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch und Beste Darstellerin beim Hungarian Film Academy Awards; Narrative Jury Prize, Atlanta Jewish Film Festival 2020; Grand Prize, Anchorage International FF 2019; Academy Awards-Kurzliste für den besten internationalen Film; Official Selection, Telluride FF 2019

NATURAL BORN LOSER (2007) RÓZSASZÍN SAJT (2009) CSALFA KARMA (2011) ÚJRATERVEZÉS (2013) A MI KIS FALUNK (2018) SUSOTÁZS (2018)

Barnabás Tóth (geb. 1977) studierte an der Film- und Fernsehakademie in Budapest. Er arbeitet als Regisseur und Drehbuchautor für Film und Fernsehen. Sein Spielfilmdebüt feierte er 2009 mit RÓZSASZÍN SAJT. Sein Kurzfilm SUSOTÁZS war für die Oscar-Kurzliste 2019 ausgewählt und wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Parallel führt er Regie und schreibt für das Fernsehen.

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| 88 min. | DK/DE 2019

Sprache: Deutsch, Englisch (Original) Untertitel: Englisch

Georg Goldsmith lebt allein in seinem Haus in Arizona, wohin er mit seiner Frau 1941 aus dem nationalsozialistischen Deutschland geflohen ist. Über die Vergangenheit schweigt er seit Jahren, bis ihn sein Sohn Martin damit konfrontiert und die Geschichte seiner Eltern rekonstruiert. Als junge Musiker traten sie nach dem Berufsverbot für jüdische Künstler dem Jüdischen Kulturbund bei. Gegründet unter der Schirmherrschaft von Goebbels‘ Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda, sollte dieser nach Außen ein Fortbestehen des jüdischen Lebens in Deutschland vortäuschen. Ein Ziel, das viele der Mitglieder erst spät erkannten. Das Dokudrama basiert auf dem Roman des US-amerikanischen Radiomoderators Martin Goldsmith, in dem er die wahre Geschichte seiner Eltern schildert.

Regie: Anders Østergaard Drehbuch: Anders Østergaard und Martin Goldsmith Produzent*innen: Mette Heide und Thomas Kufus Produktion: zero one film GmbH Kamera: Henner Besuch Schnitt: Anders Villadsen Darsteller*innen: Bruno Ganz, Leonard Scheicher, Dani Levy, András Bálint, Izabella Nagy, Martin Godsmith (Erzähler)

Festivals u.A.: DOK.fest München 2020; Movies That Matter Festival 2020; Toronto International Film Festival 2019; International Documentary Festival Amsterdam 2019;

Burma VJ – Berichte aus einem verschlossenen Land (Reporter i et lukket land, 2008) GASOLIN‘(2006) TINTIN AND ME (2003)

Anders Østergaard (geb. 1965) ist Dokumentarfilmregisseur und Drehbuchautor. Er studierte an der Dänischen Schule für Medien und Journalismus und arbeitet heute für Film und Fernsehen. Seinen internationalen Durchbruch erlebte der Regisseur mit seinem Film BURMA VJ – BERICHTE AUS EINEM VERSCHLOSSENEN LAND, der 2010 unter anderem für den Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert wurde. 2015 erhielt Østergaard den dänischen Dreyer-Preis als Anerkennung für seine außergewöhnliche künstlerische Arbeit im dänischen Filmgeschäft.

Dokumentarfilme

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| 86 min. | DE/FR 2019

Sprache: Französisch/Englisch (Original) Untertitel: Deutsch

Marthe Cohn, geb. Hoffnung, überlebte den Zweiten Weltkrieg im besetzten Frankreich mit gefälschten Papieren. In den letzten Kriegsmonaten trat sie dem Militärdienst bei und wurde als Spionin auf eine gefährliche Mission ins Dritte Reich geschickt, bei der es ihr gelang viele Leben zu retten. Bis Anfang der 90er Jahre schwieg sie über ihre Verdienste, bis sie sich bei der Steven Spielberg »Shoah Foundation« meldete. Seither wurde die heute 99-jährige Marthe mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet, hat ihre Erinnerungen 2012 veröffentlicht und hält unermüdlich weltweit Vorträge. In ihrem Dokumentar-Langfilmdebüt folgt die Filmemacherin Nicola Alice Hens Marthe auf deren Reisen und an die Orte des Geschehens und lässt die charismatische Protagonistin ihre faszinierende Geschichte noch einmal erzählen.

Bonusmaterial:

Protagonistin Marthe Cohn (USA) im Gespräch mit der Journalistin Miriam Hollstein (Deutschland)

Regie & Drehbuch: Nicola Alice Hens Produktion: Amos Geva Koproduktion: Merovee Films, DFFB, RBB Produzent*innen: Michael Potter, Jonathan Schorsch, Gail Schorsch Kamera: Gaetan Varone, Nicola Alice Hens Schnitt: Michelle Barbin

Festivals: HAIFA Film Festival 2019; Hofer Filmtage 2019; Jüdische Kulturwochen Frankfurt 2019; Jüdische Filmtage Saarbrücken 2019; Filme gegen das Vergessen Leipzig; Kasseler DOKfest 2019; Filmfest FrauenWelten Tübingen 2019; Spionage Filmreihe Berlin 2020; Filmtage Friedrichshafen 2020

OMULAULE HEISST SCHWARZ (Co-Regie, 2003) SHALOM SALAM (Co-Regie, 2006) FAR FROM BEIJING (2012) BABUSCHKA, WO SIND DIE GÄSTE? (2014)

Nicola Alice Hens (geb. 1978) ist Kamerafrau, Filmemacherin und Dozentin. Sie studierte an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, der Bauhaus-Universität Weimar und der Kunstakademie Toulouse. Seit 2015 unterrichtet sie Film im internationalen Masterprogramm Medienkunst an der Universität Weimar und arbeitet parallel dazu als Kamerafrau, Editorin sowie an der Entwicklung und Umsetzung ihrer eigenen Stoffe.

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| 59 min. | IL 2019

Sprache: Hebräisch (Original) Untertitel: Englisch

Der Dokumentarfilm folgt der religiösen Anwältin Batya Kahana-Dror in ihrem Kampf für das Recht auf Scheidung jüdischer Frauen in Israel, wo es kein ziviles Familienrecht gibt. Denn nach wie vor können sich jüdische Frauen nach dem rabbinischen Gesetz nur mit der Zustimmung des Ehemanns religiös scheiden lassen. Die aktuell einzigen Methoden dieses Gesetz zu umgehen liegen etwa darin, Lücken in der Hochzeitsurkunde zu suchen, oder Druck auf die sich verweigernden Männer auszuüben.  Der Dokumentarfilm von Mia Webb und David Ofek kritisiert die Gesetze der rabbinischen Gerichte als unzeitgemäß und gibt Einblicke in die Lebensrealitäten der betroffenen Frauen. Ebenfalls 2019 drehte Ofek zusammen mit Tamar Kay die Serie UNCHAINED, die dasselbe Thema behandelt. Darin setzt sich ein Rabbiner und Detektiv für die Rechte der Frauen ein. Die ersten Folgen der Serien werden ebenfalls im Rahmen des Festivals gezeigt.

Bonusmaterial: 

Einführung: Juristin Carolyne Bollag (Schweiz)

Regie & Buch: Mia Webb, David Ofek Produzent*innen: Liat Kamai Eshed Produktion: Osnat Trabelsi for Trabelsi Productions Kamera: Dror Levendiger Schnitt: Ido Bahat

Festivals: Docaviv Galilee 2019, The Jerusalem Jewish Film Festival 2019

DIVORCE DENIED (2019) BORN IN JERUSALEM AND STILL ALIVE (2019) A HEBREW LESSON (2018) MELANOMA MY LOVE (2018) NR. 17 (2003) BAT YAM – NEW YORK (1995-97)

Mia Webb ist Drehbuchautorin, Redakteurin und Autorin von Dokumentarfilmen. Arbeitete als Content Editor bei CoPro und vielen anderen Filmproduktionen. David Ofek (geb. 1968) studierte an der Sam Spiegel Film & Television School in Jerusalem. Seither hat er an zahlreichen Filmen und Serien mitgewirkt und wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet. 2003 gewann er den Ophir Award.

| 59 min. | USA 2004

Sprache: Englisch/Deutsch (Original) Untertitel-Optionen: Englisch, Deutsch

Vor 15 Jahren feierte der Film beim 11. Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg seine Deutschlandpremiere. In Anwesenheit von Margot Friedländer, Iris Berben und dem damaligen Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Albert Meyer, wurde das Festival feierlich mit einer Vorführung des Films im Großen Festsaal des Berliner Rathauses eröffnet. In diesem Jahr erschien der neu digitalisierte Film auf DVD. Aus diesem Anlass und zu Ehren der heute 99-jährigen Margot Friedländer zeigen wir den Film online. Ein Interview mit Margot Friedländer, dem Regisseur Thomas Halaczinsky und der rbb Kulturredakteurin Gabriela Hermer wurde extra für das diesjährige Festival aufgezeichnet und wird auf der JFBB-Streaming-Plattform zu sehen sein. Der Film erzählt die bewegende Geschichte von Margot Friedländer, die als Jüdin versteckt in Berlin den Holocaust überlebte, nach Amerika auswanderte und nach mehr als 60 Jahren in New York auf der Suche nach ihrer Identität zum ersten Mal nach Berlin zurückkehrte. Nach dieser Wiederbegegnung mit der Stadt ihrer Kindheit schrieb sie ihre Autobiografie "Versuche dein Leben zu machen" und 2010, im Alter von 88 Jahren, zog sie für immer zurück nach Berlin um von nun an unermüdlich, vor allem mit jungen Menschen, ihre Geschichte von Verfolgung, Mord und Unterdrückung zu teilen. Nicht um anzuklagen, sondern als eindringliche Warnung, dass die Geschichte sich nie mehr wiederholen darf.

Bonusmaterial:

Protagonistin Margot Friedländer (Deutschland) und Regisseur Thomas Halaczinsky (USA) im Gespräch mit Redakteurin Gabriele Hermer (Deutschland)

Regie & Drehbuch: Thomas Halaczinsky Kamera: Francisco Dominguez Schnitt: Sabine Krayenbühl

THE KISS (2013) SANDY‘S HIDDEN DAMAGE (2011) SPÄTE RÜCKKEHR (2011) CONEY ISLAND – EIN LETZTER SOMMER (2008)

Thomas Halaczinsky (geb. 1958) ist Dokumentarfilmemacher, Produzent, Fotograf und Schriftsteller. Sein Werk konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Menschen und Orten. Über die ergreifende Geschichte von Margot Friedländer reflektierte der Regisseur noch einmal in seiner zweiteiligen Dokumentation SPÄTE RÜCKKEHR (2010). Seit 2012 besegelt und fotografiert Thomas Halaczinsky die mehr als 70 Inseln, die den New Yorker Archipel bilden. Das literarische und fotografische Logbuch dieser Reisen, "Archipelago New York", ist 2018 erschienen.

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| 60 min. | IL 2020

Sprache: Hebräisch (Original) Untertitel-Optionen: Deutsch, Englisch

Die Filmemacher und zugleich Protagonisten des Films, Chen Rotem und Omer Yefman, entscheiden sich dafür einem kinderlosen Paar zu helfen, indem Chen für sie ein Kind austrägt. Das Paar filmt sich auf diesem sehr persönlichen und nicht einfachen Weg von der Schwangerschaft bis hin zur Geburt des Kindes. Entlang der Erwartungen und Enttäuschungen, mit denen sich beide Paare auseinandersetzen, wird auch der Zuschauer mit moralischen Fragen konfrontiert.

Bonusmaterial:

Regisseure Chen Rotem und Omer Yefman (Israel) im Gespräch mit Meital Rozental (Deutschland)

Regie & Drehbuch: Chen Rotem, Omer Yefman Produzent*innen: Ari Davidovich Produktion: go2fims Kamera: Omer Yefman, Chen Rotem Schnitt: Eyal Tsarfati

ALL HAPPY MORNINGS (2012) BEN'S MOM YOLAND

Omer Yefman ist ein Dokumentar- und Spielfilmmacher. In den meisten seiner Arbeiten nutzt er das Filmemachen zur therapeutischen Bearbeitung von mentalen und emotionalen Prozessen. Zusammen mit seiner Partnerin Chen Rotem drehte er 2020 den Film ALL HAPPY MORNINGS, in dem er seine Bisexualität reflektiert. Chen Rotem ist Musikerin und soziale Aktivistin, Schriftstellerin und Komponistin. Sie lehrt Gesangspädagogik und Schreiben. Chen hat drei Alben veröffentlicht, sie schreibt für und mitarbeitet an The night is songs und Night guards.

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| 45 min. | IL 2015

Sprache: Deutsche Fassung

"Hummus... ist nichts Normales, es ist nichts Gewöhnliches...es ist Magie. Ich habe lange Tische, so dass die Menschen mit Menschen zusammensitzen, die sie nicht kennen. Sie essen zusammen, sie fangen an zu reden ... und alles fängt an, sich zu vermischen". Eliyahu Shmueli, Restaurantbesitzer

Die Liebe zum Hummus ist im Nahen Osten allgegenwärtig. Der Brei aus Kichererbsen und Tahini ist dort Grundnahrungsmittel und Soulfood. Nur über die Herkunft und das ‚richtige‘ Rezept gibt es verschiedene Auffassungen. Oren Rosenfelds Dokumentarfilm ist eine unwiderstehliche Mischung aus geheimen Rezepturen, mehrfach gebrochenen Guinnessbuchrekorden und der Kraft des Hummus Juden, Muslime und Christen zusammenzubringen. Durch seine Nähe zum Alltagsleben und seine interreligiösen Aspekte bringt der Film Schülerinnen und Schülern ab Klasse 9 ein Israel nahe, das nichts mit Stereotypen und Nachrichtenbildern gemein hat.

Regie: Oren Rosenfeld Drehbuch: Oren Rosenfeld, Rebecca Shore, Baruch Goldberg Produzent*innen: Mitch Julis, Oren Rosenfeld, Michal Lee Sapir, Ido Zarmi Kamera: Hanna Abu Saada, Yuval Sayag Schnitt: Raphael Aboulafia

LOST IN PARADISE GOA (2018) THE REAL FAUDA (2018) ISRAEL’S ARAB WARRIORS (2016)

Oren Rosenfeld (geb. 1976) ist Fotojournalist, Dokumentarfilmemacher und Produzent. Seit Jahren berichtet er über Nachrichtenereignisse und erzählt engagierte Geschichten für führende internationale Fernseh- und Filmanstalten, darunter Sender wie BBC, HBO, VICE, National Geographic und History Channel. Seine 1999 gegründete, preisgekrönte Firma Holy-Land Productions unterstützt weltweit Filmproduktionen.

DEUTSCHLANDPREMIERE © © 2020 RACHEL RUSINEK, EYAL BEN MOSHE Trailer abspielen ONLINE ANSEHEN
| 52 min. | IL 2019

Sprache: Englisch/Hebräisch (Original) Untertitel: Englisch

Die einfühlsame Dokumentation erzählt die autobiografische Geschichte von Yiscah Smith. Tief verwurzelt in der ultra-orthodoxen Gemeinschaft lebte sie als verheirateter Mann mit Ehefrau und ihren sechs Kindern in Jerusalem, bevor sie sich schließlich outete. In den USA durchlief sie eine Geschlechtsangleichung und änderte ihren Namen. Zwanzig Jahre später kehrt Yiscah nach Jerusalem zurück, wo sie heute als religiöse Erzieherin und spirituelle Mentorin anderen Menschen bei der Findung und Stärkung ihrer Identität unterstützt.

Bonusmaterial:

Regisseure Rachel Rusinek, Eyal Ben Moshe (Israel) im Gespräch mit Journalist Igal Avidan (Deutschland)

Regie, Kamera & Produktion: Rachel Rusinek, Eyal Ben Moshe Drehbuch & Schnitt: Eyal Ben Moshe

Festivals: Haifa Film Festival 2019; Jerusalem Film Festival 2019; NY Jewish Film Festival 2020; Seattle Jewish Film Festival 2020; Tampa Bay Jewish Film Festival 2020

Rachel Rusinek: DOCULADIM (2016) THE ESCAPE ARTISTS (2004) Eyal Ben Moshe: TO BE A DAD (Kamera, 2017) AMOS OZ. THE NATURE OF DREAMS (Kamera, 2009) AGADAT DESHE (Kamera, 2006/07)

Rachel Rusinek ist Filmemacherin und Drehbuchautorin. Sie studierte Film an der Universität Tel Aviv und arbeitet seither für Film und Fernsehen in Israel und Europa. Ihr erster Dokumentarfilm THE ESCAPE ARTISTS wurde im Fernsehen ausgestrahlt und auf Festivals gezeigt; für ihre Dokumentarfilmreihe DOCULADIM wurde sie im Wettbewerb der Network Series ausgezeichnet. Eyal Ben Moshe ist seit 1992 als Fotograf und Kameramann in der Film- und Fernsehbranche in Israel tätig. Er drehte zahlreiche Dokumentarfilme, Dramen, Kunstperformances und Videoclips. Seit 2006 ist er Produzent und Regisseur bei 2Team Video Productions.

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| 50 min. | IL 2019

Sprache: Englisch/Französisch/Hebräisch (Original) Untertitel: Englisch

„Ich bin eine typische Levantinerin: ich schätze gleichermaßen was meine mizrachische Herkunft mir gegeben hat und meinen jetzigen Platz in der westlichen Kultur. Meines Erachtens ist dieser Ansatz, der in Israel als „Levantinisierung“ bezeichnet wird, eine Bereicherung, keine Verarmung.“ Jacqueline Kahanoff, Zitat aus dem Film

Der Film folgt den Spuren der jüdischen ägyptenstämmigen Autorin Jacqueline Kahanoff (1917–1979), die über die Identität der Levantiner und Mizrachi schrieb. Sie wuchs innerhalb der bürgerlichen jüdischen Gemeinde im kosmopolitischen Kairo auf, 1940 zog sie in die USA und studierte in New York, wo sie auch zu schreiben begann. Anschließend bewegte sie sich einige Jahre in intellektuellen Kreisen von Paris, bevor sie in den 1950er nach Israel zog. Dort mit Stereotypen über arabische Juden konfrontiert, entwickelte sie ihre Idee einer Gesellschaft, die kulturelle Vielfalt begrüßt und auf gegenseitigem Respekt und Akzeptanz gründet. In Begegnungen mit ihren Freunden und führenden Intellektuellen des Mizrachi-Diskurses in Israel, zeichnet der Film ein Porträt dieser beeindruckenden Denkerin und ihres einzigartigen Blicks auf die arabisch-jüdischen Beziehungen nach.

Bonusmaterial:

Produzent von ‚The Hebrew Projects’ Yair Qedar (Israel) im Gespräch mit Filmhistorikerin Lihi Nagler (Deutschland)

Regie & Drehbuch: Rafael Balulu Produzent*innen: Yair Qedar Produktion: Yair Qedar, The Hebrews Kamera: David Adika Schnitt: Yoav Gershon

Festivals: Docaviv 2019; NY Sephardic Jewish Film Festival 2020

SUCH EYES (2011) BATMAN AT THE CHECKPOINT (2012) MY NAME IS SOLOMON HAGOS CLOSE YOUR EYES (2014) A SONG OF LOVES: R. DAVID BUZAGLO (2015)

Rafael Balulu (geb. 1981) absolvierte 2010 die Sam Spiegel Filmschule in Jerusalem und unterrichtet heute selbst Film in Tel Aviv. Als Regisseur und Drehbuchautor realisierte er 15 Kurzfilme, von den einige mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Seinen ersten Dokumentarfilm SONG OF LOVES - R. DAVID BUZAGLO widmete er dem berühmten hebräische Liturgie-Dichter Rabbi David Buzaglo, der in Marokko geboren wurde. Dieser Film gehört, ebenso wie sein jüngster Film LEVANTINE, zum renommierten ‚The Hebrews Project‘.

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| 84 min. | AU 2019

Sprache: Englisch (Original)

In ihrem Film erzählt die Filmemacherin Eve Ash ihre unglaubliche Rekonstruktion des geheimnisvollen Doppellebens ihrer Mutter Martha, das diese viele Jahre verborgen hielt. Eves Eltern waren polnische Überlebende des Holocaust und emigrierten 1949 nach Australien, wo sie ihre beiden Töchter behütet großzogen. Doch die lebenshungrige Martha, die den Krieg nur knapp überlebt hatte, gab sich mit einem einfachen Familienleben in der Vorstadt allein nicht zufrieden. Die Entdeckungen, die Eve über das Leben ihrer Mutter macht, stellen auch ihr eigenes Leben auf den Kopf. „Ich dachte ich stamme aus einer typisch jüdischen Einwandererfamilie – bis ich Hinweise fand, die mich zu einem Mann im Bus führten.“ Eve Ash

Bonusmaterial:

Regisseurin Eve Ash (Australien) im Gespräch mit Redakteurin Gabriele Hermer (Deutschland)

Director: Eve Ash Script: Eve Ash, James Carr, Nicola Swift Producers: Eve Ash, Schaun Miller Cinematographer: Cesar Salmeron-Hoving, Tim Smart Editor: James Carr

Auszeichnungen: Publikumspreis für den Besten Dokumentarfilm, JIFF Australien 2019; Bronze Remi Award, WorldFest Houston IFF 2020; IndieFest Film Awards; Accolade Global Film Competition Awards; Colorado IFF Award; Halbfinale bei Burbank IFF Festivals: Toronto JFF 2020; Miami JFF 2020; Boca Raton JFF 2020; Melbourne Documentary FF 2020; Port Townsend FF FOCUS Women & Film 2020; Polish IFF 2019; New Haven IFF 2019; WRPN Women’s IFF 2020

UNDERCURRENT (TV, 2019) SHADOW OF DOUBT (2013) DON’T TOUCH AT WORK (2012)

Eve Ash (geb. 1951) ist Psychologin, Autorin, Produzentin und Filmemacherin. Sie gründete 1979 die Produktionsfirma Seven Dimensions und hat über 700 Kurzfilme, Dokumentarfilme und TV-Episoden produziert und über 180 internationale Preise gewonnen. Dazu gehören etwa die mehrfach preisgekrönte Zeichentrickserie FINDING MY MAGIC (2010). 1999 wurde sie mit dem National Winner of the Westpac Business Owner Award beim Telstra Business Women's Awards ausgezeichnet.

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| 61 min. | DE 2019

Sprache: Deutsch (Original) Untertitel: Englisch

Generationen-Porträt der jüdischen Familie Steinitz aus Ost-Berlin: Den Holocaust überlebten sie in Schweden. Ein Teil der Familie kehrte in die Hauptstadt zurück, um ein antifaschistisches neues Deutschland in der DDR aufzubauen. Der habilitierte Ökonom Klaus Steinitz war gegenüber der SED bis zum Mauerfall loyal und hat die anti-israelische Politik der DDR mitgetragen. Seine Tochter Katrin dagegen trieb, als Mitglied der Bürgerbewegung ‚Neues Forum‘, die Wende voran. Ihre beiden Söhne, Benjamin und Matti, engagieren sich Anfang der 1990er gegen die erstarkende Neonaziszene. Bei den Linken stoßen sie nicht selten auf antisemitische Ressentiments. Auf der Suche nach ihrer jüdischen Identität organisieren sie ein Wiedersehen der Großfamilie, bei dem sich viele Mitglieder aus aller Welt treffen. Der Film hält diese ungewöhnliche Zusammenkunft fest und thematisiert in Interviews das gespaltene und strittige Verhältnis der einzelnen Familienmitglieder zu ihrer jüdischen Herkunft sowie deren Rolle für ihr politisches Selbstverständnis.

Regie: Frank Gutermuth Produktion: out of focus Filmproduktion Berlin Kamera: Matthias Neumann, Steph Ketelhut, Arne Jannsen, Lars Maibaum Schnitt: Cem B. Mete

EXIL BERLIN – GEFLOHEN AUS DER TÜRKEI (2018) NICHT RACHE, SONDERN GERECHTIGKEIT. DAS LEBEN VON BEATE UND SERGE KLARSFELD (2017) SEKUNDEN VOR EINEM NEUEN KRIEG – PANZERKONFRONTATION AM CHECKPOINT CHARLIE (2011) HITLERS POLIZEI (2011)

Frank Gutermuth (geb. 1971) hat nach dem Studium der Sozialwissenschaften mehrjährige Erfahrung in der Umsetzung von NS-Ausstellungen (Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg, KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen) gesammelt. Er ist Autor des Begleitbuches zur dreiteiligen ARD/Arte-Dokumentation DIE GESTAPO - DIE DEUTSCHE POLIZEI IM WELTANSCHAUUNGSKRIEG. Seit 2005 arbeitet er als freier Regisseur und Drehbuchautor von zeitgeschichtlichen und investigativen Themen für öffentlich-rechtliche Fernsehsender.

DEUTSCHLANDPREMIERE
| 89 min. | USA/UK 2020

Sprache: Arabisch/Englisch (Original) Untertitel: Englisch

Kritik aus INDIEWIRE von Eric Kohn, 06. MÄRZ 2020 „Der beste neue Film über den israelisch-palästinensischen Konflikt ist eine dunkle Komödie über den Bürgermeister von Ramallah. […] David Osits Dokumentarfilm kombiniert schwarze Komödie mit nervenaufreibender Spannung zu einem faszinierenden Blick auf das Leben unter der Besatzung. […] In „Mayor“, einem packenden und scharfsinnigen neuen Dokumentarfilm des Regisseurs David Osit, ist die Normalität des Alltags ständig davon bedroht, dass alles durcheinandergebracht wird. Mit diesem unlösbaren Problem ist Musa Hadid konfrontiert. Er ist der überarbeitete Protagonist im Zentrum dieses opernartigen und dennoch realitätsnahen Dramas, das sich häufig der schwarzen Komödie und nervenaufreibender Spannung bedient, während Hadids entnervte Versuche, den Frieden zu erhalten, sich in einem ständigen Strudel der Frustration auflösen.“

Regie, Produktion, Kamera: David Osit Produzent*innen: Maxyne Franklin, Teddy Leifer Schnitt: David Osit, Eric Daniel Metzgar

Auszeichnungen: NEXT:WAVE Prize, CPH:DOX 2020; Grand Jury Prize, Full Frame, Durham 2020 Festivals: True / False Film Festival 2020; San Francisco International Film Festival 2020; Hot Docs 2020; Maryland Film Festival 2020; Nantucket FF 2020, Woods Hole Film Festival, New Zealand Film Festival 2020

OFF FRAME (2016) THANK YOU FOR PLAYING (Co-Regie, 2015) BUILDING BABEL (2012)

David Osit (geb. 1987) ist Regisseur, Editor und Komponist. Seine Filme wurden auf großen Filmfestivals gezeigt und bereits dreimal für den Emmy Award nominiert. Er gewann den ‚Outstanding Arts & Culture Documentary‘ Preis. Außerdem editierte und produzierte er OFF FRAME AKA REVOLUTION UNTIL VICTORY, der 2016 auf dem Toronto International Film Festival und der Berlinale uraufgeführt wurde. David ist Alumnus von Berlinale Talents und dem Sundance Nonfiction Director's Lab.

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| 63 min. | DE/HU/UK 2013

Sprache: Deutsch (Original) Untertitel: Englisch

Regina Jonas (1902-1944) ging als weltweit erste ordentlich ordinierte Rabbinerin in die Geschichte ein. Als Tochter eines jüdisch-orthodoxen Hausierers wuchs sie im Berliner Scheunenviertel auf, studierte ab 1924 an der liberalen "Hochschule für die Wissenschaft des Judentums" und wurde 1935 zur Rabbinerin ordiniert. Während des Nationalsozialismus und des Krieges sprach sie den verfolgten deutschen Juden in ihren Predigten mit beispielloser Hingabe Mut zu. 1944 wurde Regina Jonas in Auschwitz ermordet.  Lange Zeit blieb ihre Geschichte vergessen. Das einzige erhaltene Foto von Jonas wurde für die Filmemacherin Diana Groó zum Ausgangspunkt, Jonas Geschichte zu rekonstruieren. Das Foto zeigt eine entschlossene junge Frau, die selbstbewusst in Talar und mit Samtkappe in die Kamera schaut. Die historische Narration wird lebendig durch die Stimme der Schauspielerin Martina Gedeck.

Bonusmaterial:

Einführung: Regisseurin Diana Groó

Regie & Drehbuch: Diana Groó Produzent*innen: George Weisz, Iván Angelusz, Diana Groó, Gideon Wittenberg, Alan Reich Schnitt: Ágnes Mógor Hse Darsteller*innen und Stimmen: Martina Gedeck, Eszter Gantner, Judith Hoffmann Varga, Judit Nobel

Auszeichnungen: Hungarian Filmcritics Award 2014; Special Jury Prize beim Moscow Jewish Film Festival 2015; Gewinner des Lia Award, Jesusalem Film Festival 2013; Grand Prix, International Film Festival of Cultural Arts Hungary 2013; Phoenix Award, Warsaw Jewish Motifs International Filmfestival 2014

VESPA (2010) URLICHT (2006) WHAT LIES AHEAD (ELÖTTEM AZ ÉLET, 2006) A MIRACLE IN CRACOW (CSODA KRAKKÓBAN, 2004)

Diana Groó (geb.1973) studierte zunächst Französisch und Hebräisch an der Eötvös-Loránd-Universität Budapest und anschließend Regie an der Hungarian Film Academy. Sie ist Mitbegründerin des Katapult Film Studios (2002) und von DunaDock (2013). Seit ihrem Debütfilm A MIRACLE IN CRACOW im Jahr 2004 gewann sie zahlreiche, renommierte Preise. In ihrem aktuellen Spielfilmprojekt “The Lawyer" widmet sie sich der Affäre von Tiszaeszlár, einem in Ungarn geführten Verleumdungsprozess wegen angeblichen Ritualmordes gegen einen jüdischen Angeklagten, der 12 Jahre vor der Dreyfus-Affäre in Frankreich stattgefunden hat.

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| 73 min. | HR/RS/SI/MK/BA/RKS/IL 2019,

Sprache: Englisch/ Hebräisch/ Serbisch/ Kroatisch/ Slowenisch (Original) Untertitel: Englisch A Sarajewo Jewish Story Sprache: Bosnisch (Original) Untertitel: Englisch

Vorfilm: A SARAJEVO JEWISH STORY (26min. bos OmeU)

Sprache: Bosnisch (Original) Untertitel Optionen: Englisch

Die junge israelische Bloggerin Stella kehrt nach Serbien zurück, um mehr über den Holocaust in ihrer Heimat zu erfahren. Dazu reist sie durch die verschiedenen Länder des ehemaligen Jugoslawiens und interviewt zahlreiche Historiker*innen ebenso wie die wenigen Überlebenden. Dabei drängt sich zunehmend ein anderes Thema in den Vordergrund – nicht nur bemängeln die Historiker*innen, dass viele Einzelheiten über die Judenvernichtung in der Region und die Zahl der Ermordeten bis heute nicht umfassend erforscht sind, auch haben sich an den Orten des Geschehens kaum Erinnerungen an die Opfer erhalten. Parallel dazu erforscht Stella das Schicksal ihres muslimischen Urgroßvaters, der während des Krieges Juden rettete.

Bonusmaterial:

Regisseurin Nitza Gonen (Israel) im Gespräch mit Regisseurin Jonna Rock (Deutschland)

THE FORGOTTEN ONES (Nishkachim) Regie & Produzentin: Nitza Gonen Kamera: Asher Ben Yair Schnitt: Sharon Brook A SARAJEVO JEWISH STORY: Regie: Jonna Rock Produktion: Y. ROCK AB Kamera: Vanja Ban, Emir Ibrahimović Schnitt: Jonna Rock, Alexey Protasov

Festivals: Montreal Israeli Film Festival 2020

THE LAST NAZI HUNTER (2012) CHILDREN OF THE BIBLE (2009) BRAIN STORM (2008); THE BUNKER (2002) MY FOUR CHILDREN (2002) JONATHAN A DERENT CHILD (2002) DADDY COME TO THE FAIR (1999) FAMILY SECRETS (1995) SECOND GENERATION (1994) DEADLINE (1980)

Nitza Gonen ist Regisseurin und Produzentin. Sie studierte Film und Literatur in Paris und Tel Aviv und hat seither zahlreiche Spiel- und Dokumentarfilme gedreht. Viele ihrer Filme erzählen von Holocaust-Überlebenden und den ihnen folgenden Generationen. Ihre Filme wurden weltweit gezeigt und im internationalen Fernsehen ausgestrahlt.

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| 54 min. | IL 2019

Sprache: Hebräisch (Original) Untertitel-Optionen: Deutsch, Englisch Untertitel im Kino: Englisch

Der Film erzählt die Geschichte des Oberrabbiners der jüdischen Gemeinde Dänmarks, Max Shorenstein, der als ‚Rabbiner Doolittle‘ bekannt wurde. Nach seiner Pensionierung 1935 zog er nach Tel Aviv, wo er später einen Zoo für die Kinder von Eretz Israel eröffnete. Der Zoo wurde zur größten Attraktion der Stadt. Doch Neid und Korruption verbannten ihn schließlich aus dem Paradies, das er selbst gebaut hatte. Es ist die Geschichte einer Stadt, die auf Sand entstand, um ein Jahrhundert später zu einem internationalen Kultur- und Finanzzentrum zu werden, und über den Preis, der für dieses exponentielle Wachstum bezahlt wurde.

Regie & Drehbuch: Duki Dror Produzent*innen: Liat Kamai Eshed Produktion: Zygote Films LTD Kamera: Ron Katzenelson Schnitt: Ron Goldman

Auszeichnungen: Gewinner Research Award, Docaviv International Film Festival 2019; Gewinner Bester Mittellangfilm, Arquivo em Cartaz International Film Festival 2019 Festivals: Israel Film Center Festival (JCC Manhattan) 2020; Toronto Film Festival 2020, Washington Jewish Film Festival 2020; San Diego FF 2020; Copenhagen Jewish Film Festival 2019; Philadelphia Jewish Film Festival; Boston Jewish Film Festival 2019; Chicago Festival of Israeli Cinema 2019; Minsk International Film Festival 2019; Temple Beth Am 2019; EBS International Documentary Festival 2019

INSIDE THE MOSSAD (2018) DOWN THE DEEP DARK WEB (2016) PARTNER WITH THE ENEMY (2014) RAGING DOVE (2002)

Duki Dror (geb. 1963) studierte Film an der University of California in Los Angeles und am Columbia College in Chicago und ist heute einer der kreativsten und produktivsten Dokumentarfilmemacher Israels. Als Regisseur und Produzent drehte er bisher mehr als 30 Filme, eine Vielzahl seiner Arbeiten wurden mit Preisen ausgezeichnet. Sein Werk reicht von persönlich-biographischen Filmen, die etwa die Reise seiner eigenen Familie aus dem Irak nach Israel nachzeichnen, über charakterorientierte Spielfilme, experimentelle Dokumentarfilme und einzigartige Künstler*innenbiografien.

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| 53 min. | IL 2019

Sprache: Hebräisch/Russisch (Original) Untertitel-Optionen: Deutsch, Englisch

„Es ist wie… einen Kaktus an ein Maiglöckchen zu binden. Ich weiß nicht, wie man sie kombinieren kann.“ Nadya Timofeyeva

Unterhalb des Jerusalemer Teddy Stadions, wo sich die Fußballfans von ‚Beitar Jerusalem‘ versammeln, befindet sich eine Ballettschule. Nadya, die Leiterin der Schule, ist die Tochter der russischen Balletttänzerin Nina Timofeyeva, die ehemals am berühmten Bolschoi-Theater in Moskau auftrat. Zusammen emigrierten sie nach dem Zerfall der Sowjetunion nach Israel und Nadyas am Beginn stehende Ballettkarriere wurde so beendet. Seither gibt sie ihr Wissen und Können aufopferungsvoll an die junge Generation weiter, kämpft um die Finanzierung der Schule und versucht die Unvereinbarkeit der Ballettausbildung mit dem israelischen Militärdienst zu meistern. Der Film begleitet die Schüler*innen während der Ballettproben, die klassische Musik überlappt sich dabei auf surreale Weise mit der Geräuschkulisse des Stadions.

Bonusmaterial:

Regisseurin Lina Chaplin (Israel) im Gespräch mit Filmhistorikerin Svetlana Svyatskaya (Deutschland)

Regie: Lina Chaplin Drehbuch: Lina Chaplin, Bracha Zisman Cohen Produzent*innen: Daniela Reiss Razon Kamera: Itzik Portal Schnitt: Bracha Zisman Cohen

Auszeichnungen: The Rozalia Katz Award für den besten israelischen Dokumentarfilm, Haifa International Film Festival 2019 Festivals: Atlanta Jewish Film Festival 2020

EIGHTY AND COUNTING (2016) BURNING MOOKI (2008) PAPER SHOW (2002) TRUMPET IN THE VADI (2001)

Lina Chaplin ist Regisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin. Sie studierte Film an der Filmhochschule in Moskau und wanderte 1976 nach Israel aus, wo sie begann Dokumentarfilme für das Fernsehen zu drehen. Heute umfasst ihre Filmografie über 50 Spiel- und Dokumentarfilme. Chaplin unterrichtete zudem jahrelang an verschiedenen Filmhochschulen Israels.

Serien

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| 215 min. | IL 2019

Sprache: Hebräisch (Original) Untertitel: Englisch

Kaum eine Familie ist mehr mit den Mythen und Widersprüchen der israelischen Geschichte verwoben, als die sogenannten israelischen Kennedys – die Familie Dayan. In ihrem Zentrum steht der legendäre Moshe Dayan, der als General und Minister eine der prägendsten und international bekanntesten politischen Figuren Israels war. Die vierteilige Serie verfolgt die Familiengeschichte der Dayans über fünf Generation hinweg: Vom Yischuv und der Gründung Israels bis hin zu den nachfolgenden Siegen und Niederlagen. Entlang der Ereignisse blickt der Film auf das Nebeneinander von Ruhm und Wahnsinn einer faszinierenden und sagenumwobenen Familie die politische und militärische Akteure ebenso wie Dichter, Regisseure, Schriftsteller und Rockstars hervorgebracht hat.

Bonusmaterial:

Einführung: Historiker Frank Stern (Österreich)

Regie & Drehbuch: Anat Goren Produktion: Goren-Drucker Productions Produzent*innen: Ofri Bar Ilan Kamera: Uriel Sinai Schnitt: Efi Cohen, Erez Laufer, Ido Mochrick, Roni Kleimovsky

Festivals: Miami Jewish Film Festival 2020, Boston Jewish Film Festival 2020; Chicago Israel FF 2020; Toronto Jewish Film Festival 2020; Montreal Israel Film Festival 2020; Sao Paulo (Brazil) Jewish Film Festival 2020; 33rd Israel FF 2019; International Film Festival Sydney Melbourne Australia 2019

MUSSA (2015) ALEPH MEBEIT HANASSI (2013) HAMAKOR (2009)

Anat Goren (geb. 1973), ist Filmemacherin und Produzentin. Sie studierte an der Koteret Journalistenschule in Tel Aviv. 25 Jahre lang war sie als Reporterin und Moderatorin für das israelische Fernsehen tätig. Besonders bekannt wurde sie durch ihre Arbeit für das israelische investigative Programm THE SOURCE.

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| 120 min. | IL 2019

Sprache: Hebräisch (Original) Untertitel: Englisch

Noch immer kann sich eine Frau innerhalb der orthodoxen Gemeinschaft nicht ohne die Zustimmung ihres Ehemannes scheiden lassen – ganz unabhängig davon, wie triftig der Grund für eine Trennung auch sein mag. Die Frauen, die dieses Schicksal trifft, werden als ha agunot – die Angeketteten – bezeichnet. Im Zentrum der Serie steht der Rabbiner und Detektiv Yoseph Morad, der als Beauftragter des Rabbinergerichts die Scheidungsverweigerer aufspürt und mit oft nicht ganz koscheren Methoden zur Unterzeichnung der halachischen Scheidungsurkunde bewegt. Die Einfühlsamkeit, die er den Frauen bei seiner Arbeit entgegenbringt, muss er in der eigenen Ehe jedoch erst erlernen.

Regie: Tamar Kay, David Ofek Drehbuch: Joseph Madmony Produzent*innen: Alex Osmolovsky, Anat Koffler, Efrat Shmaya Dror Produktion: Kan, Herzelia Studios (United Studios of Israel), The Gesher Film Fund, AVI CHAI Fund, Mifal HaPayis, The Israel Film Council, Ministry of Culture and Sports Kamera: Shai Goldman Schnitt: Arik Lahav-Leibovich, Michal Shealtiel Armon Darsteller*innen: Avraham Aviv Alush, Avigail Kovari, Alma Dishi, Nathan Dattner, Ruti Bornstein

Festivals: 12 Nominierungen in den Kategorien u.A. Beste fiktionale Serie, Beste Regie, Beste Schauspieler beim Ophir Award (Award of the Israeli Television Academy) 2019; Series Mania International Festival 2020

Tamar Kay: SENIOR MOMENTS (Serie, 2018) OUT OF PLACE (Episode, 2017) THE MUTE'S HOUSE (2015) David Ofek: DIVORCE DENIED (2019) BORN IN JERUSALEM AND STILL ALIVE (2019) A HEBREW LESSON (2018) Melanoma My Love (2018) Nr. 17 (2003) Bat Yam - New York (1995-97)

Tamar Kay (geb. 1985) machte zunächst einen Doppelabschluss in Psychologie und Philosophie und schloss anschließend 2015 ein Filmstudium an der Sam Spiegel Film & Television School in Jerusalem ab. Ihre Filme wurden auf internationalen Festivals gezeigt, sie war zweimal für den Ophir Award nominiert. David Ofek (geb. 1968) studierte an der Sam Spiegel Film & Television School in Jerusalem. Seither hat er an zahlreichen Filmen und Serien mitgewirkt und wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet. 2003 gewann er den Ophir Award.

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| 60 min. | USA/IL 2019

Sprache: Hebräisch/Arabisch (Original) Untertitel: Englisch

Kritik aus der JERUSALEM POST von Hannah Brown, 13. AUGUST 2019

„Our Boys von HBO ist eine komplexe Erzählung von Konflikt und Verlust Our Boys erzählt die Geschichte eines angekündigten Todes, eines Akts der Rache für die Entführung und Ermordung dreier jüdischer Teenager. […] Die Serie wurde als Koproduktion zwischen HBO und Keshet International von drei der begabtesten Filmemacher und Dramatiker Israels geschaffen – Joseph Cedar, dem Regisseur der Oscar-nominierten Filme Beaufort und Footnote; Hagai Levi, einem der Macher von BeTipul, der israelischen Serie über einen Psychologen, die auf der ganzen Welt adaptiert wurde (darunter in den USA als In Treatment), und der auch die Serie The Affair geschaffen hat und Tawfik Abu Wael, dem Regisseur des Dramas Thirst, eines allegorischen Films über eine isolierte palästinensische Familie, die beim Jerusalem Film Festival den ersten Preis gewonnen hat. […] Our Boys erzählt die Geschichte eines angekündigten Todes – der Tötung von Mohammed Abu Khdeir, einem 16-jährigen palästinensischen Bewohner des Shuafat-Viertels von Jerusalem – als Rache für die Entführung und Ermordung dreier jüdischer Teenager, Naftali Fraenkel, Gil-Ad Shaer und Eyal Yifrah. Die Unruhen nach der Tötung dieser vier Jungen führten zu Ausschreitungen und letztendlich zum Abfeuern von Raketen aus dem Gazastreifen durch die Hamas und zu einer Militärmission der IDF, die in der Operation Protective Edge des Sommers von 2014 mündete. […] Die Serie versucht, ein vollständiges Portrait der Mörder von Abu Khdeir zu zeichnen, und stellt sie als mizrachische Mitglieder der ultra-orthodoxen Gemeinde dar, die nicht gut genug waren, um als Gelehrte in der Welt der Yeshivas zu glänzen, und die einen Groll gegen die aschkenasische Elite hegen – ein ähnliches Handlungsmotiv wie in Yaron Zilbermans Drama Incitement über Yigal Amir.“

Bonusmaterial:

Einführung: Historiker Frank Stern

Regie: Joseph Cedar, Tawfik Abu Wael Drehbuch: Tawfik Abu Wael, Joseph Cedar, Hagai Levi, Noah Stollman, Shuki Ben-Naim, Yair Hizmi Produzent*innen: Eran Kotzki, Michael Lombardo, Maya Zaydman, Michal Graidy, Shira Lee, David Mandil Produktion: HBO, Keshet Kamera: Yaron Scharf Darsteller*innen: Shlomi Elkabetz, Johnny Arbid, Adam Gabay, Yaacov Cohen

KURZFILMPROGRAMM I

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| 14 min. | IL 2019

Sprache: Hebräisch (Original) Untertitel: Englisch

Die 12-jährige Olivia immigriert aus New York nach Israel und kommt auf eine neue Schule. Sie versucht innerhalb der neuen Klasse einen Platz zu finden und bei den zweifelhaften Beschäftigungen ihrer Mitschüler mitzumachen. Als ihre Klassenkamerad*innen jedoch ihren Sitznachbarn, einen aus Äthiopien stammenden Jungen, ärgern, entscheidet sie sich, sich auf seine Seite zu schlagen, wohlwissend, dass sie ebenfalls zum Außenseiter wird.

Regie & Drehbuch: Ruchama Ehrenhalt Darsteller: Ora Knapel, Tadese Aklo, Michaella Kavim Produzent*innen: Shira Billig Schnitt: Gefen Chen Zion- ARIEL

Auszeichnungen: First Prize, Best Fictional Film; First Prize, Best Performance by Ora Knapel, Living Skies Student Film Festival, Canada 2020 Festivals: Larissa Film Festival 2020; Central Michigan International Film Festival 2020; Post Alley Film Festival 2020; Cinemira - Budapest International Film Festival 2020; Bushman Film Festival, Ivory Coast 2020; Jersey Shore Film Festival 2020; International Women's Film Festival KIN, Armenia 2019; : International Kids Film Festival, Mumbai 2019; Solidarity Film Festival, Tel Aviv 2019; Near Nazareth Film Festival 2019

Ruchama Ehrenhalt hat kürzlich ihr Studium an der Ma'aleh School of Film and Television in Jerusalem abgeschlossen. Im Juli 2019 hat sie am Herzog College of Education ihren BA mit den Hauptfächern Literatur und Kommunikation absolviert. Sie hat beim israelischen Militär als Verbindungsoffizierin zum jordanischen Militär und zu UNO-Beamt*innen gedient. Ursprünglich aus Long Island, ist Ruchama mit 4 Jahren nach Israel umgezogen, wo sie in Bet Shemesh aufwuchs. Sie lebt gegenwärtig in Jerusalem. Sie betätigt sich freiwillig in der Menschenrechtsabteilung des Jerusalem African Community Center und arbeitet als International Educational Coordinator bei Go2Films, einer Vertriebs- und Marketinggesellschaft.

| 30 min. | DE 2020

Sprache: Deutsch/Russisch (Original) Untertitel-Optionen: Deutsch,Englisch

„Masel Tov Cocktail Zutaten: 1 Jude, 12 Deutsche, 5cl Erinnerungskultur, 3cl Stereotype, 2 TL Patriotismus, 1 TL Israel, 1 Falafel, 5 Stolpersteine, einen Spritzer Antisemitismus. Zubereitung: Alle Zutaten in einen Film geben, aufkochen lassen und kräftig schütteln. Im Anschluss mit Klezmer-Musik garnieren. Verzehr: Vor dem Verzehr anzünden und im Kino genießen. 100% Koscher” Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch

Regie: Arkadij Khaet, Mickey Paatzsch Darsteller: Alexander Wertmann Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg Produzent*innen: Christine Duttlinger, Ludwig Meck, Lotta Schmelzer Kamera: Nikolaus Schreiber Schnitt: Tobias Wieduwilt

Auszeichnungen: Max Ophüls Preis, Publikumspreis mittellanger Film 2020 Festivals: Tel Aviv International Student Film Festival 2020; Filmfest Dresden 2020; Sehsüchte Berlin 2020; Filmfest Landshut 2020

Mickey Paatzsch und Arkadij Khaet (beide geb. 1992) lernten sich vor acht Jahren während des Studiums in Köln kennen. Seitdem schreiben sie immer wieder zusammen Drehbücher und führen auch gemeinsam Regie. Ihre Kurzfilme wurden auf mehr als 150 Filmfestivals weltweit gezeigt und gewannen zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Menschenrechts- Filmpreis 2016. Nach dem Abschluss in Köln studiert Arkadij Spielfilm-Regie an der Filmakademie in Ludwigsburg, während Mickey seinen Master in Philosophie an der Universität zu Köln beendet.

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| 14 min. | UK 2019

Sprache: Englisch (Original)

Moshe und Amira sind ein Liebespaar. Er kommt aus einer jüdischen und sie aus einer muslimischen Familie. Eines Tages lernen sich ihre Eltern kennen. Doch während sich die Eltern blendend verstehen, wird das Paar bei einem kurzen Spaziergang um den Block mit einem rassistischen Vorfall konfrontiert und durch die eigenen unterschiedlichen Reaktionen auf die Probe gestellt.

Regie: Eliot Gelberg-Wilson Darsteller: Komal Amin, Jake Mann, Ezra Faroque Khan, Julia Swift Produzent*innen: Julien Cornwall Schnitt: Eliot Gelberg-Wilson

Festivals: 11th BronzeLens Film Festival Atlanta 2020; 7th St Albans Film Festival St Albans,United Kingdom 2020; Religion Today Film Festival, Trento, Italy 2020

Eliot Gelberg-Wilson ist Regisseur und Drehbuchautor. Der ehemalige Musiker arbeitet seit drei Jahren an Dokumentar- und Kurzfilmen. Er studierte an der London Film School und erhielt dort ein Creative Skillset Scholarship. Sein Schwerpunkt ist zwar die Arbeit als Drehbuchautor und Regisseur, aber er hat auch Erfahrungen in der Montage, der Produktion und bei vielen Videografie-Projekten gesammelt. Seine Familie stammt aus fünf Kontinenten; er selbst hat in Russland, Belgien und den Niederlanden gelebt. Daher interessiert sich Eliot für die Auswirkungen der kulturellen Identität auf die menschliche Seele.

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| 20 min. | AT 2019

Sprache: Englisch (Original)

Rachel ist für eine neue Stelle aus den USA nach Wien gezogen. In der historisch beladenen Umgebung, die sie an die Ermordung ihrer Familie im Holocaust erinnert, wird sie von Panikattacken geplagt. Diese werden durch Begegnungen mit obdachlosen syrischen Flüchtlingen verstärkt.  Ihr Nachbar und Arzt Yitzhak, der aus Äthiopien nach Wien emigrierte, hilft ihr wieder Klarheit zu erlangen.

Regie: Sara Logan Hofstein Darsteller: Katharina Sporrer, David Wurawa, Susanne Gschwendtner Produzent*innen: Marian Green, Michael Hofstein, Sara Logan Hofstein, Clemens Danzer Kamera: Michael Hofstein Schnitt: Gabriel Kaunitz

Festivals: Jewish Film Festival Wien 2019; Hong Kong Jewish Film Festival 2019; Arlington International Film Festival, Massachusetts 2019; Joyce Forum Short (Jewish) Film Festival, San Diego 2019 ; Festival de Portoviejo, Ecuador 2019; Charlotte International Film Festival 2019; Fusion East European International Film Festival, Warsaw 2019; Honolulu JF 2020; New Jersey Jewish Film Festival 2020; Santa Barbara Jewish Film Festival 2020; Savannah Jewish Film Festival 2020; Treasure Coast Jewish Film Festival, Florida 2020; Rhode Island International Film Festival 2020

Sara Logan HOFSTEIN begann ihre Karriere in der Post-Produktion und arbeitet seitdem sowohl in den USA als auch in Europa in allen Phasen des Filmemachens. Sie hat Staffeln 6 und 7 von CHOPPED (Food Network) besetzt und arbeitete in der Produktion von Disneys THE LAST SONG und Paramounts MEAN GIRLS 2. Sara war Business and Legal Affairs Coordinator bei Atlas Media Corp, einem unabhängigen TV-Produzenten in New York, wo sie für TV-Sendungen für E! Entertainment, MTV, National Geographic, Discovery Channel, und andere arbeitete. 2014 hat sie beim Williamsburg International Film Festival für ihre Web-Serie ECHO HELIX Best Original Concept gewonnen. Neben ihrer Karriere in den USA hat Sara in Österreich an zahlreichen Werbespots, Kurzfilmen, Filmen und einem Animationsfilm und in Frankreich bei der Produktion von Spielfilm gearbeitet, u.a. THE ASSIGNMENT 1.0 und KILLING UNCLE ROMAN. REFUGE ist ihr Regiedebut.

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| 25 min. | IL 2019

Sprache: Hebräisch (Original) Untertitel-Optionen: Englisch, Deutsch

Die leicht aggressive Jugendliche Adele verbringt ihre gesamte Zeit in sozialen Netzwerken. Über Instagram lernt sie Uri kennen, dem sie statt der eigenen Fotos die eines Mädchens aus Syrien schickt. So wie Adele kommuniziert auch der Film ausschließlich über Textnachrichten.

Regie: Nir Berger Darsteller: Neta Roth, Itamar Moalem Produzent*innen: Leah Tonic Kamera: Rani Avidan Schnitt: Noy Barak

Auszeichnungen: Bester Film, Bestes Drehbuch, Moscow Shorts 2019 Festivals: Bester Kurzfilm, Jerusalem FF 2019; Asian New Force - ifva Awards, Hong Kong 2020

Nir Berger ist ein israelischer Drehbuchautor und Regisseur. Er absolvierte das renommierte Serial Eyes-Programm für europäische Fernsehdrama-Autoren und die Tel Aviv University Film School. Er schrieb mehrere TV- und Webserien, bei denen er häufig auch Regie führt, darunter die preisgekrönten Webserien DEAD END (2019) und CONTACTS (2016) sowie die Sci-Fi-Teenager-Sketchshow THE BIG NOTHING (2017).

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| 20 min. | IL 2019

Sprache: Hebräisch (Original) Untertitel-Optionen: Englisch, Deutsch

Zufällig entdeckt Omer auf der Straße sein zuvor gestohlenes Fahrrad und möchte es zurückhaben. Der neue Besitzer ist der Immigrant Yuner, der das Rad zuvor erworben hat und dessen Arbeitsvisum abgelaufen ist. Doch bevor Omer die schweren Folgen einer Anzeige begreift, hat er die Polizei bereits eingeschaltet. In nur einer Einstellung gedreht, fragt der Film nach dem schwierigen Übergang zwischen Recht und Gerechtigkeit.

Regie: Tomer Shushan Darsteller: Daniel Gad, Dawit Tekelaeb Produzent*innen: Shira Hochman & Kobi Mizrahi Kamera: Saar Mizrahi Schnitt: Shira Hochman

Auszeichnungen: Bester Kurzfilm, Haifa International Film Festival, 2019; The Narrative Short Film Competition Jury Award, South by Southwest (SXSW), Austin 2020

Tomer Shushan ist Autor und Filmregisseur. Er machte 2016 seinen Abschluss an der Filmabteilung der Minshar School of Art, Tel Aviv, und erhielt dort ein Excellence Scholarship. Er führte Regie bei seinem Film INSIDE SHELLS (2017), der u.a. beim FIPA-Filmfestival und dem Sao Paulo International Short Film Festival gezeigt wurde. WHITE EYE, sein zweiter Kurzfilm, hat 2020 bei SXSW den Best Narrative Short Jury Award und beim Haifa International Film Festival den Best Short Film Award gewonnen. Er entwickelt derzeit seinen ersten Spielfilm BETWEEN THE SACRED AND THE SECULAR und die israelische TV-Serie TORSO.

KURZPROGRAMM II: JÜDISCHES AUS SÜDOSTEUROPA

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| 32 min. | AL 2020

Sprache: Albanisch (Original) Untertitel: Englisch

In einem albanischen Dorf während des Zweiten Welt-krieges befindet sich der Bauer Ismail in einem Gewissenskonflikt bei der Aufrechterhaltung des natio-nalen Ehrencodex Besa, welcher die Fürsorge für seine Mitmenschen gebietet: In seinem Haus versteckt er zwei jüdische Männer vor den Nationalsozialisten, die das Dorf seit einem Jahr belagern. Doch wird dies zunehmend zu einer Lebensbedrohung für seine eigene Familie.

Regie: Dhimitër Ismailaj-Valona Darsteller: Arben Bajraktaraj, Erand Sojli, Mehdi Malkaj, Andi Begolli, Delinda Zhupa Disha, Gent Hazizi, Romir Zalla Produktion: Dyrrachium Productions Produzent*innen: Dhimitër Ismailaj-Valona, Erand Sojli Kamera: Shpetim Baca Schnitt: Dhimitër Ismailaj-Valona

Auszeichnungen: Best Foreign Short beim Bafta Cumry Carmarthen Bay Film Festival Festivals: South East European Film Festival Los Angeles; Bafta DokuFest film festival, Kosovo

DHIMITER ISMAILAJ-VALONA bei zehn Kurzfilmen Regie geführt; für acht davon hat er das Drehbuch geschrieben. Die Komödie GROWING UP FAT & ALBANIAN (2017), ein Kurzfilm, wurde bei mehr als 20 Filmfestivals geziegt und hat 8 Preise gewonnen. Seine Kurzfilme, u.a. SMALL TOWNS (2016) und REQUIEM FOR KOSOVA wurden ebenfalls auf zahlreichen Festivals gezeigt und ausgezeichnet. Dhimiter hat mit hochkarätigen Schauspieler*innen an Spielfilmen gearbeitet, und zwar als Regisseur und Kameraassistent. Als unabhängiger Filmemacher hat er viel Erfahrung in effektivem und professionellem Arbeiten an Projekten mit kleinem Budget gesammelt, mit hervorragenden Ergebnissen. Er entwickelt derzeit seinen Horror-Spielfilm THE BRONX CASE, der 2020 gedreht werden soll.

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| 17 min. | FR/UA 2020

Sprache: Jiddisch (Original) Untertitel: Englisch

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts taucht in einer alten Synagoge in der Südwestukraine ein mysteriöses Tier auf, welches niemand einfangen kann. Doch während die Gemeinde sich daran gewöhnt, jagt ein Junge besessen nach dem Tier, das er nie gesehen hat und verliert aus den Augen, was um ihn herum passiert. Der Film basiert lose auf einer unvollendeten gleichnamigen Kurzgeschichte von Franz Kafka und wurde voll-ständig auf Jiddisch gedreht.

Regie & Buch: Ivan Orlenko Vorlage: Franz Kafka Darsteller: David Tobak, Michael Felsenbaum Produzent*innen: Olena Yershova, Janja Kralj

Auszeichnungen: Golden Dzyga für besten Kurzfilm, Kiew 2020; FIPRESCI Award für besten Kurzfilm, Odessa International Film Festival 2019; KINOKOLO für besten Kurzfilm, KYIV CRITICS WEEK 2019; Maestrale Award für besten Kurzfilm, BABEL International Film Festival 2019, Cagliari; Bester Ukrainischer Kurzfilm, BRUKIVKA International Film Festival 2019, Kamjanez-Podilskyj; Besondere Erwähnung der Jury, KINOSHOT International Film Festival 2019, Tscherkassy Festivals u.A.: ADANA GOLDEN BOLL International Film Festival 2019

Ivan Orlenko ist Theater- und Filmregisseur. Er brach sein Geschichtsstudium ab, um Theaterdesign und Regie zu studieren. Als Student an der Kiev National University for Theater, Film and Television arbeitete er als Regieassistent mit dem namhaften Theaterregisseur Andrij Joldack zusammen und machte Videos, die Teil der Vorstellungen waren. Ivan war als Produktionsdesigner am Kurzfilm CROSS beteiligt, der in Cannes ausgezeichnet wurde. Die Regie führte dabei Marina Vroda. Nach seinem Debüt als Theaterregisseur in Kiew wurde er zum Studio of Individual Directing (MIR) eingeladen, wo er an den folgenden Theateraufführungen am Elektroteatr Stanislavsky arbeitete. Er begann, Drehbücher zu schreiben, und sein Drehbuch Playground kam bei European Short Pitch in die engere Wahl. Sein nächstes Drehbuch, für das ein unvollendeter Roman von Franz Kafka die Vorlage lieferte, wurde von der Ukrainian State Film Agency von Strasbourg Metropoly in Frankreich unterstützt. Diese ukrainisch-französische Koproduktion war Ivans Regiedebüt.

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| 20 min. | DEU/RU/UA 2020

Sprache: Russisch (Original) Untertitel: Englisch

Der düstere und poetische Film erzählt von der Invasion der Nationalsozialisten 1941 in ein jüdisches Schtetl in der Ukraine. Als einzige überleben der kleine Yasha und ein verwundetes Zicklein. Gerüstet mit den Haarnadeln seiner Mutter, machen sich die bei¬den auf die Flucht vor den deutschen Invasoren.

Regie: Tatiana Fedorovskaya Darsteller: Yakov Belorusov, Dmitriy Pervushin, Mariya Petrovich Produzent*innen: Olga Akatieva, Max Dankevich, Rustem Samigullin, Taras Stadnikov Schnitt: Alexey Nazarchuk

Auszeichnungen: BAFTA Awards Kurzliste, 2021; Jury Preis, Atlanta Jewish Film Festival; Bester Kurzfilm, 37 Flickers, Providence; Bester Internationaler Kurzfilm 2020, HollyShorts, Los Angeles 2020; Vegas Movie Award für Beste Regie, Schauspieler, Film Festivals: Carmel Jewish Film Festival 2020; San Antonio JInternational Film Festival 2020; Near Nazareth Jewish Film Festival 2019; DC Shorts 2019; Kinofilm 2020; Sulmona International Film Festival 2019; Utopia FF 2019; Moskau International Film Festival 2019; Cleveland International Film Festival 2019

Tatiana Fedorovskaya schloss ihr Studium an den Higher Courses for Screenwriters and Film Directors in Moskau ab. Ihre Abschlussarbeit FAITH wurde als Bester Kurzfilm 2017 für den Golden Eagle Russian Film Academy Award nominiert. FAITH wurde beim 36th International Film Festival “Fajr” in Teheran mit dem Grand Prix, beim Brooklyn IFF (New York/NY) und Flickers (Providence/RI) mit Best Cinematography und beim Wildrose IFF, Des Moines/IA als Best Student Unproduced Script ausgezeichnet. Bislang hat sie für fünf Kurzfilme das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. 2018 gewann ihr erstes abendfüllendes Drehbuch für WHITE WHALE beim 36th Flickers IFF in Providence/RI den First Prize for Best International Screenplay. BERLINALE TALENTS 2019.

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| 19 min. | RU 2018

Sprache: Russisch (Original) Untertitel: Englisch

Der humorvolle Animationsfilm spielt in einem russischen Schtetl. Ein junges Paar will heiraten. Doch dem Vater der Braut und der Dorfapotheker befinden den Bräutigam für ungeeignet. Mit etwas himmlischer und weltlicher Magie muss nachgeholfen werden. Die charmante Liebesgeschichte wird phantasievoll mit einer chagallesken Bildsprache erzählt und mit einer Kletzmerpartitur untermalt.

Regie: Alexey Turkus, Alexey Shelmanov Drehbuch: Oleg Egorov Produzent*innen: Vadim Pegasov Produktion: Akvarius Film Animatoren: Andrej Boloshin, Svetlana Zimina, Ekaterina Chernyavskaya, Olga Li, Jurij Povorov

Auszeichnungen: Grand-Prix und Zuschauerpreis, Open Russian Animation Film Festival in Suzdal 2018; Bester Kurzfilm, Moscow Jewish Film Festival 2018; Preis T. Guerra, КRОК International Festival Animated Film, Russland-Ukraine 2018; Warsaw Phoenix für den besten Kurzfilm, Jewish Motifs International Film Festival 2019; Best Animation Film, Evenings of Russian Cinema in Bordeaux 2019 Festivals: Big Cartoon Festival, Russland, 2018; Atlanta Jewish Film Festival, 2019; ANIMA Animation Film Festival, Belgien 2019; Toronto Jewish Film Festival, 2019; ANIMATOR International Animated Film Festival, Polen 2019; HIROSHIMA International Animation Festival 2020

Aleksey Turkus (1955-2020) machte 1978 seinen Abschluss am Moskauer Institut für Architektur. 1985 schloss er High Courses in Drehbuch und Regie ab. Von 1985 bis 2008 war er bei den Animationsstudios Soyuzmultfilm, Argus und Metronom tätig. Ab 2009 arbeitete er bei Aquarius Film Company und Christmas Films als Drehbuchautor, Regisseur und Produktionsdesigner. Aleksey Turkus war außerdem Architekt, Kinderbuch- und -magazinillustrator sowie Mitglied der Russian Union of Cinematographers und der Academy Awards „NIKA“. Alexey Shelmanov (1955-2011) legte 1978 seinen Abschluss am Moskauer Institut für Architektur ab und arbeitete von 1978 bis 1982 als Architekt. 1985 absolvierte er High Courses in Drehbuch und Regie. Von 1985 bis 2008 arbeitete er u.a. bei den Animationsstudios Soyuzmultfilm, Argus und Metronom als Regisseur und Produktionsdesigner. Er führte gemeinsam mit Alexey Turkus bei mehreren Filmen Regie. Ab 1986 war er auch Kinderbuchillustrator.

BEST OF: UK FILMSHORTS

| 14 min. | 2020

Sprache: Englisch (Original)

Sidney Turtlebaum ist ein feiner älterer Herr – schwul, jüdisch und in seiner Einsamkeit verbittert. Als Rache an der Außenwelt unternimmt er Ausflüge zu Beerdigungsfeiern in gutsituierten Häusern. Dort erzählt er den Familien erfundene Geschichten über die Verstorbenen und bestiehlt sie heimlich. Als er sich mit dem Callboy Sidney anfreundet und ihm sein Handwerk präsentiert, ist er von der Reaktion des jungen Mannes überrascht.

Regie: Tristram Shapeero Darsteller: Sir Derek Jacobi, Rupert Evans

Auszeichnungen: Pears Short Film Fund 2008; Best Foreign Film, L.A. Shorts Fest 2009; Best Short Film, Method FF LA 2009 Festivals: Shortlisted for the Oscars; Best Live Action Short Film 2009; British Independent Film Award, Best British Short 2009; Best UK Short Film, Swansea Bay FF 2009

| 16 min. | 2020

Sprache: Englisch/ Französisch (Original) Untertitel: Englisch

Wie läuft die Hochzeitnacht bei einer arrangierten Ehe ab, besonders wenn sich die Frischvermählten noch nicht kennen? Der Kurzfilm wirft einen komischen Blick hinter die Kulissen. Das Paar hat sich zurückgezogen und sitzt unbeholfen auf dem gemeinsamen Bett: Er schüchtern, sie temperamentvoll und noch nicht ganz der neuen Sprache mächtig. Und obwohl sich die ersten Kennenlernversuche etwas tollpatschig gestalten, spürt auch der Zuschauer die Aufregung eines vielversprechenden Neubeginns.

Regie: Sam Leifer Darsteller: Tim Key und Lola Zidi Produzent*innen: Teddy Leifer

Auszeichnungen: Pears Short Film Fund Winner 2010 Nominiert – Official Selection, Palm Springs Interna-tional Jewish Film Festival; 13th Annual Lenore Marwil Jewish Film Festival, Detroit 2011; 19th Jewish Film Festival Berlin & Potsdam 2013; Geneva IJewish Film Festival 2011; UK Jewish Film Festival - 2010

| 16 min. | 2020

Sprache: Englisch (Original)

Nach zehn Jahren Ehe haben Jason und Olivia sich entfremdet und wollen sich nun schieden lassen. Der Rabbiner ist bereit die Scheidung zu veranlassen, stellt jedoch eine Bedingung: Analog zu einer Hochzeitsfeier soll das Paar zuvor eine Scheidungsfeier veranstalten.

Regie: David Scheinmann, Danny Scheinmann Darsteller: Nigel Lindsay, Julia Rayner & Richard Katz Produzent*innen: Miranda Ballesteros, Chris Hees Kamera: John Lee Schnitt: Russ Clapham

Festivals: Atlanta Jewish Film Festival 2016; Ekaterinburg Jewish Film Festival 2016; Geneva International Jewish Film Festival 2015; Los Angeles Jewish Film Festival 2015; Moscow Jewish Film Festival 2016; Odessa Jewish Film Festival 2017; PJFF Fall Festival 2015; Randi & Bruce Pergament Jewish Film Festival 2016

Danny Scheinmann ist gemeinsam mit seinem Bruder David Ko-Regisseur des Kurzfilms THE DIVORCE, der einen Pears Award gewonnen hat. Er hat zudem die Kinderdarsteller*innen in BELIEVE gecoacht. Regie führte dabei sein Bruder. Scheinmanns erster Roman Random Acts Of Heroic Love wurde in 21 Sprachen übersetzt. Er hat The Besht Tellers mitgegründet und spielte in WORLD WITHOUT END unter der Regie von Michael Caton Jones und in AMBASSADORS mit Mitchell und Webb, um nur einige wenige Produktionen zu nennen.

| 14 min. | 2020

Sprache: Englisch/ Hebräisch/ Jiddisch (Original) Untertitel: Englisch

Die Zwillingsbrüder Daniel, ein ultraorthodoxer Jude, und der freiheitsliebende hippieske Mordechai reisen zur Beerdigung ihres Vaters und begegnen sich dort seit Jahren erstmals wieder. Als Mordechai plötzlich im Hotelzimmer verstirbt, wittert Daniel seine Chance ein neues Leben zu beginnen.

Regie & Buch: Benjamin Bee Darsteller: Dan Mersh, Martha Josephs, Steve Strouzer, Daniel-John Williams Produzent*innen: Maria Caruana Galizia, Michael Etherton, Judy Ironside, Asher Tlalim Kamera: Yiannis Manolopoulos Schnitt: Stephen Hedley

Auszeichnungen: Jury Prize Award at Sunderland Shorts 2017 Festivals: Best Narrative Short Film at Cleveland International Film Festival 2017; Jury Prize Award at Palm Springs International ShortFest 2017; Best Short Award at Rhode Island International Film Festival 2017; Aesthetica Short Film Festival 2017; Timishort Film Festival 2017; Denver FF 2017; Colchester Film Festival 2017; Crystal Palace International Film Festival 2017; Underwire Film Festival 2017; San Diego Jewish Film Festival 2017; This is England Festival 2017

| 13 min. | 2020

Sprache: Englisch (Original)

Der 12-jährige orthodoxe Chaim hat nur einen Wunsch: Er möchte Gitarre spielen lernen und so ein wenig der schwierigen familiären Situation entfliehen. Doch als er fast zum glücklichen Besitzer des Instruments wird, klaut dieses die 14-jährige Kayleigh, die kein Zuhause hat und allein durch die Straßen zieht. Chaim folgt dem Mädchen und es stellt sich heraus, dass sie einiges verbindet.

Regie: Richard Beecham Drehbuch: Gabbie Asher Darsteller: Charlie Hardwick, Amelia Young, Bill Jones Produzent*innen: Paul Gilbert Kamera: Sam Goldsmith Schnitt: Katja Roberts

Auszeichnungen: Pears UK Jewish Film Short Film Fund winner Festivals: UK Jewish Film Festival - 2015

| 10 min. | 2020

Sprache: Englisch (Original)

Der 30-jährige Danny kommt nicht über die Trennung von seiner Ex-Freundin hinweg. Nach fünf Jahren Trauer versucht ihn seine Mutter auf ein Date zu schicken. Danny lehnt zunächst ab, obwohl es sich bei der Dame um eine Berühmtheit handelt. Doch je mehr er sich mit ihrer Geschichte auseinandersetzt, desto mutiger wird er, nicht nur sie zu treffen, sondern auch sein eigenes Leben zu ändern.

Regie: Edward Dick Darsteller: Ben Caplan, Maureen Lipman Darsteller: Richard Albrecht, Thomas Arnold, Alice Benson, Ben Caplan Produzent*innen: Joshua Davis, Oliver Kassman, Sophie Vickers, Samantha Waite Kamera: Sam Care Schnitt: Justin Krish

Auszeichnungen: Pears Short Film Fund Winner 2012 Festivals: San Francisco Jewish Film Festival 2013; Atlanta Jewish Film Festival 2013; Toronto Jewish Film Festival 2013; Cambridge Film Festival 2013; Boston Jewish Film Festival 2013; San Diego Jewish Film Festival 2013