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CLOSENESS / TESNOTA

Kantemir Balagovs Debütfilm über eine wahre Geschichte, der in Cannes 2017 den FIPRESCI Award in der Sektion Un Certain Regard bekam.

Die rebellische Ilana arbeitet als Mechanikerin in der Autowerkstatt ihres Vaters in der nordkaukasischen Kleinstadt Nalschik. Als ihr Bruder nach der Verlobung gemeinsam mit der zukünftigen Braut entführt wird, beschließt die Familie das Lösegeld auf eigene Faust zu beschaffen und sucht Unterstützung in der jüdischen Gemeinde. Entführungen als Geldbeschaffungsmaßnahme sind an der Tagesordnung in dieser Zeit, aber diese Tat ist auch antisemitisch. Von Ilana werden Zugeständnisse erwartet, hat sie doch ganz andere Vorstellungen von ihrer Zukunft. Sie versucht aus der Enge der Familie auszubrechen. Darya Zhovner als Ilana brilliert in Kantemir Balagovs kompromisslosem Debütfilm, der in Cannes den FIPRESCI Award in der Sektion Un Certain Regard erhalten hat. (Petra Palmer)

Kantemir Balagov studierte Wirtschaftswissenschaften und drehte mit seinen Freunden Amateur-Webserien, als er von Alexander Sukorov in die Filmklasse an die Universität in Nalschick eingeladen wurde. CLOSENESS wurde von Sukrovs Produktionsfirma Example of Intonation (Alexander Sokurov's Fund) und den Lenfilm Studios produziert.

Filmografie:
MOLODOY ESCHYO (Still Young/2013); ANDRYOUKHA (doc/2013); PERVYY YA (short/2015)

Screenings: 
Mittwoch, 27. Juni 19:00 Filmtheater im Russischen Haus Tickets

Einführung: Petra Palmer

Credits: 

Russland 2017, Spielfilm, Berliner Premiere, 118 Min., russisch mit englischen Untertiteln

Regie: Kantemir Balagov

Produktion: Example of Intonation (Alexander Sokurov's Fund), Lenfilm Studios
Weltvertrieb: Wildbunch International Sales, France
Drehbuch: Kantemir Balagov, Anton Yarush
Kamera: Artem Emeliano
Schnitt: Kantemir Balagov
Darsteller: Darya Zhovner, Olga Dragunova, Artem Tsypin, Nazir Zhukov, Veniamin Kats

Festivals/Auszeichnungen: Festival de Cannes 2017/Un Certain Regard (FIPRESCI Award), San Sebastian International Filmfestival 2017, Filmfest München 2017, Telluride Film Festival