DRIVER

In seinem ersten Langspielfilm erzählt Regisseur Yehonatan Indursky eine ungewöhnliche Vater-Tochter Geschichte, die in der ultraorthodoxen Gemeinde von Bnei Brak spielt.

Nachman Ruzumni lebt in Bnei Brak, der Stadt nordöstlich von Tel Aviv, in der hauptsächlich ultraorthodoxe Juden leben. Nachts arbeitet er als ungewöhnlicher „Fahrer“ für bedürftige orthodoxe Juden und bringt sie zu den wohlbetuchten Bürgern von Bnei Barak. Aber er ist nicht nur Fahrer, sondern auch Coach und übt mit seinen Kunden herzzerreißende Stories ein, um die Geldbörsen der Reichen zu lockern. Morgens kehrt er dann in seine kleine Wohnung zu seiner erst 9-jährigen Tochter Chani zurück. Die Mutter hat die Familie verlassen. Aber Chani fürchtet sich davor, jede Nacht alleine zu sein und so nimmt sie ihr Vater nachts mit zu seiner Arbeit. Das Doppelleben überfordert ihn zusehends und zwingt Nachman sich endlich seiner eigenen Geschichte zu stellen. (Jörg Taszman)

Regisseur Yehonatan Indursky stammt selbst aus der jüdisch ultraorthodoxen Gemeinschaft und wohnt heute in Tel Aviv. Wie schon in seinem gleichnamigen Abschlussfilm der Filmhochschule, setzte er sich in diesem ersten Langspielfilm mit der Geschichte eines ungewöhnlichen Fahrers auseinander. Einen Namen machte sich der Regisseur vor allen durch die preisgekrönte TV Serie SHTISEL (2015).

Filmografie: DER KANTOR UND DAS MEER (short/ 2015); PONEVEZ TIME (2012); SHTISEL (TV Serie/ 2015); DRIVER (short/2011)

Screenings: 
Dienstag, 03. Juli 19:00 Delphi LUX Tickets

Einführung: Prof. Frank Stern

Credits: 

Israel/ Frankreich 2017, Spielfilm, Deutschlandpremiere, 92 Min., hebräisch mit englischen Untertiteln

Regie: Yehonatan Indursky

Produktion: Pie Films, United King Films, Haut et Court als Koproduktion mit Carole Scotta
Weltvertrieb: Betafilm, Deutschland
Kamera: Shai Goldman
Darsteller: Moshe Folkenflik, Manuel Elkaslassy Vardi

Festivals/Auszeichnungen: Tallin Black Nights Festival 2017