EKSTASE

Drama einer unglücklichen Ehe, das damals so manchen Skandal auslöste und Hedy Lamarr schlagartig bekannt machte.

Diesem Film eilte der Ruf schon damals voraus und entfachte so manchen Skandal. Der Anfang des Films führt jedoch auf eine falsche Fährte. Gerade erst frisch verheiratet zeigt sich, dass das ungleiche Paar unterschiedliche Vorstelllungen von der Ehe hat. Für den Bräutigam ist schon am Morgen nach der Hochzeit die Zeitung interessanter als die verführerische Braut. Kurzerhand verlässt die enttäuschte Ehefrau ihren Mann und geht zurück zu ihrem Vater aufs Land. Als sich, während sie ein Bad im kühlen See nimmt, ihr Pferd losreißt und dem Wiehern eines anderen folgt, steigt sie unverhüllt aus dem Wasser, um es einzufangen. Der charmante Retter in der Not lässt nicht lange auf sich warten. Dann aber taucht der Ehemann wieder auf… Dieses skandalöse Drama machte Hedy Lamarr schlagartig bekannt und hat ihre Karriere zweifelsohne beschleunigt. (Petra Palmer)

1901 in Prag geboren dreht Gustav Machatý dort auch seine ersten Filme. Von 1921-1924 arbeite er in den USA mit D.W. Griffith und Erich von Stroheim. Nach seiner Rückkehr drehte er u.a. EKSTASE. 1936 ging er wieder in die USA und kehrte 1950 endgültig nach Europa zurück und lebte in München. Im Jahr 1955 schrieb er das Drehbuch für ES GESCHAH AM 20. JULI (Regie: G.W. Pabst, BRD 1955) und führte zuletzt Regie in SUCHKIND 312 (BRD 1955).

Filmografie: (Auswahl)
SUCHKIND 312 (BRD 1955); NOCTURNO. ... UND ALLE DÜRSTEN NACH LIEBE (AT 1934); EKSTASE (CS/AT 1932/1933); SCHWEJK IN ZIVIL (AT 1927)

Screenings: 
Sonntag, 01. Juli 18:00 Filmmuseum Potsdam Tickets

Einführung: Prof. Frank Stern

Credits: 

Tschechoslowakei/Österreich 1932/1933, Spielfilm, 82 Min., deutsche Originalfassung

Regie: Gustav Machatý

Drehbuch: František Horky, Gustav Machatý, František Halas
Kamera: Jan Stallich, Hans Androschin
Darsteller: Hedwig Kiesler (Hedy Lamarr), Aribert Mog, Zvonimir Rogoz, Leopold Kramer
Musik: Guiseppe Becce