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FOUR PARTS OF A FOLDING SCREEN

Was heißt es, alles zu verlieren und fliehen zu müssen? Die Geschichte einer jüdischen Familie in Berlin, deren Existenz von den Nazis ausgelöscht wurde, ist einzigartig und doch aktuell.

Ein Haus wird verkauft. Hab und Gut abtransportiert, um es meistbietend zu versteigern. Nicht zum Wohl der Familie, deren Besitz es ist, sondern dem der Nationalsozialisten und deren unmenschlicher Bürokratie. Anhand von Dokumenten aus Berliner Archiven rekonstruieren Anthea Kennedy, Tochter eines nach England geflohenen Juden, und Ian Wiblin in ihrer außergewöhnlichen Spurensuche zwischen Dokumentarfilm und Fiktion die Geschichte der Kochs. Dieser experimentelle Dokumentarfilm folgt den Geheimnissen gewöhnlich wirkender Straßen und Gebäude, verbindet die von einer Frauenstimme fast distanziert vorgetragenen Listen enteigneter Objekte mit den Aufnahmen des heutigen Berlins und Orten, die nicht mehr existieren. Eine Erinnerung an einen Teil der Geschichte der Stadt, den diese lieber vergisst. (Thomas Abeltshauser)

Anthea Kennedy ist Filmemacherin, Editorin und Dozentin. Ihre Filme beschäftigen sich mit (meist deutscher) Geschichte, Erinnerung und Raum, u.a. AT THE FOUNTAINHEAD (OF GERMAN STRENGTH) (1980). Ian Wiblin ist Fotograf und Filmemacher. Seine Arbeiten setzen sich mit der Repräsentation von Orten und ihrer Architektur im Verhältnis zu realer oder imaginierter Geschichte auseinander. Seit 2000 drehen sie gemeinsam Filme.

Filmografie (gemeinsame Filme, Auswahl)
THE VIEW FROM OUR HOUSE (2013); STELLA POLARE (2006); BAG OF A THOUSAND POCKETS (Kurzfilm/2002)

Screenings: 
Samstag, 30. Juni 19:00 Delphi LUX Tickets

Einführung: Prof. Gertrud Koch (FU Berlin)

Credits: 

UK 2018, Dokumentarfilm, Deutschlandpremiere, 83 Min., englische Originalfassung

Regie: Anthea Kennedy, Ian Wiblin

Produktion: Arts Council England
Kontakt: anthea.kennedy@btopenworld.com
Festivals: Rotterdam International Film Festival 2017