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KISHON

Hätte ihm im KZ jemand ins Ohr geflüstert, dass die Kinder seiner Peiniger eines Tages Schlange stehen würden, um von ihm ein Autogramm zu bekommen, hätte er sich diesen schlechten Scherz verboten. (Kishon im Film)

Ephraim Kishon ist der bekannteste Satiriker Israels und sein scharfer Blick und beißender Witz sind bis heute unerreicht. Weltweit sind rund 700 Titel in 37 Sprachen erschienen. Seine Bücher haben sich im deutschsprachigen Raum 43 Millionen Mal verkauft. In Israel wurde seine Familiengeschichten – nach der Bibel – das meistverkaufte hebräische Buch. Die Bücher, die verfilmt wurden, haben ihm zwei Oscar-Nominierungen und drei Golden Globe Awards eingebracht. 2002 wurde er mit dem Israel-Preis geehrt. Dieser Dokumentarfilm nimmt sich den Privatmenschen vor – den Shoah-Überlebenden, den Ehemann, den Vater ebenso wie das gekränkte Genie – und stellt dabei auch unbequeme Fragen, die von Familie und Freunden immer wieder erstaunlich offen beantwortet werden. (Sophie Albers Ben Chamo)

Nach seinem Film-Studium in Tel Aviv hat Eliav Lilti für TV-Serien und -Shows gearbeitet. Sechs Jahre lang war er Kreativdirektor bei der israelischen Produktionsfirma Keshet. Schließlich drehte er als Regisseur mehrere TV-Formate, darunter die Familienzusammenführungs-Show LOST und auch Kinofilme.

Filmografie: URBAN TALE (IL 2013); ISRAEL: A HOME MOVIE (IL 2011)

Screenings: 
Donnerstag, 28. Juni 18:30 Filmkunst 66

Zu Gast: Rafi Kishon und Arik Bernstein (Creator & Produzent) im Gespräch mit Eldad Beck.

Eintrittskarten nur mit VORANMELDUNG mit Name, Geburtsdatum und -ort unter kishon@jfbb.de

Credits: 

Israel 2017, Dokumentarfilm, Berliner Premiere, 87 Min., hebräisch mit englischen Untertiteln

Regie: Eliav Lilti

Produktion: Arik Bernstein, Alma Films
Kamera: Eliran Knoller
Darsteller: Yaron London, Shmuel Vilozny, Renana Kishon, Chava Korda, Rafi Kishon, Amir Kishon, Lisa Witasek

Festivals/Auszeichnungen (Auswahl): Jerusalem Jewish Film Festival 2017, Washington Jewish Film Festival 2017