Filme DON’T CALL IT HEIMWEH

DON’T CALL IT HEIMWEH

| 59 min. |USA 2004

Sprache: Englisch/Deutsch (Original) Untertitel-Optionen: Englisch, Deutsch

Vor 15 Jahren feierte der Film beim 11. Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg seine Deutschlandpremiere. In Anwesenheit von Margot Friedländer, Iris Berben und dem damaligen Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Albert Meyer, wurde das Festival feierlich mit einer Vorführung des Films im Großen Festsaal des Berliner Rathauses eröffnet. In diesem Jahr erschien der neu digitalisierte Film auf DVD. Aus diesem Anlass und zu Ehren der heute 99-jährigen Margot Friedländer zeigen wir den Film online. Ein Interview mit Margot Friedländer, dem Regisseur Thomas Halaczinsky und der rbb Kulturredakteurin Gabriela Hermer wurde extra für das diesjährige Festival aufgezeichnet und wird auf der JFBB-Streaming-Plattform zu sehen sein. Der Film erzählt die bewegende Geschichte von Margot Friedländer, die als Jüdin versteckt in Berlin den Holocaust überlebte, nach Amerika auswanderte und nach mehr als 60 Jahren in New York auf der Suche nach ihrer Identität zum ersten Mal nach Berlin zurückkehrte. Nach dieser Wiederbegegnung mit der Stadt ihrer Kindheit schrieb sie ihre Autobiografie "Versuche dein Leben zu machen" und 2010, im Alter von 88 Jahren, zog sie für immer zurück nach Berlin um von nun an unermüdlich, vor allem mit jungen Menschen, ihre Geschichte von Verfolgung, Mord und Unterdrückung zu teilen. Nicht um anzuklagen, sondern als eindringliche Warnung, dass die Geschichte sich nie mehr wiederholen darf.

Bonusmaterial:

Protagonistin Margot Friedländer (Deutschland) und Regisseur Thomas Halaczinsky (USA) im Gespräch mit Redakteurin Gabriele Hermer (Deutschland)

Regie & Drehbuch: Thomas Halaczinsky Kamera: Francisco Dominguez Schnitt: Sabine Krayenbühl

THE KISS (2013) SANDY‘S HIDDEN DAMAGE (2011) SPÄTE RÜCKKEHR (2011) CONEY ISLAND – EIN LETZTER SOMMER (2008)

Thomas Halaczinsky (geb. 1958) ist Dokumentarfilmemacher, Produzent, Fotograf und Schriftsteller. Sein Werk konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Menschen und Orten. Über die ergreifende Geschichte von Margot Friedländer reflektierte der Regisseur noch einmal in seiner zweiteiligen Dokumentation SPÄTE RÜCKKEHR (2010). Seit 2012 besegelt und fotografiert Thomas Halaczinsky die mehr als 70 Inseln, die den New Yorker Archipel bilden. Das literarische und fotografische Logbuch dieser Reisen, "Archipelago New York", ist 2018 erschienen.