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Filme FILMEMIGRATION AUS NAZIDEUTSCHLAND

FILMEMIGRATION AUS NAZIDEUTSCHLAND

© WDR

Günther Peter Strascheks Pionierarbeit zu den heute vergessenen Auseinandersetzungen mit dem Filmexil der Jüdinnen und Juden während der Naziherrschaft.

58 min. |

Regie & Drehbuch: Günter Peter Straschek DE 1975, Folgen 1-5, je 58 min Produktion: Westdeutscher Rundfunk (WDR), Sender Freies Berlin (SFB) Mit: Gitta Alpar, Lotte H. Eisner, Fritz Lang, Anatole Litvak

Strascheks Fernsehserie ist nicht nur eine der frühesten Erkundungen der Emigration aus Nazideutschland, sondern auch eine der intelligentesten. Er befragt Dutzende Exilant*innen aus der Filmbranche, ordnet ihre Aussagen nicht nach Personen, sondern nach den Phasen der Emigration. So entsteht eine Kollektivgeschichte, die in den ersten drei Teilen von der Bedrohung in Deutschland handelt, in einigen Fällen auch von Gefängnishaft, von überstürzter Flucht, einer oft langen Odyssee und den vielen Schwierigkeiten des Neubeginns in einem Land, dessen Sprache die Ankömmlinge nicht beherrschen.


In den letzten beiden Folgen der Serie geht es um den Wendepunkt Stalingrad, den antifaschistischen Einsatz in Anti-Nazi-Filmen und in der US-Armee, darum, weshalb es die exilierten Schauspieler*innen ungleich schwerer hatten als etwa die Komponisten und einige Drehbuchautor*innen. Es geht um die McCarthy-Tribunale und um die Frage, ob man nach Deutschland, in ein fremd gewordenes Land, zurückkehren soll, dessen Bewohner*innen sich als die wahren Opfer gerieren. Die lebendigen Schilderungen der Exilant*innen ergänzt Straschek mit klug gewählten, teils verstörenden Filmdokumenten.

Filmvorstellungen

15.09.2019

12:00
Zeughauskino

12:00 Uhr Teil 1+2 15:30 Uhr Teil 3+4; 18:30 Uhr Teil 5 Zu Gast: Volker Pantenburg (Freie Universität Berlin) im Gespräch mit Julia Friedrich (Museum Ludwig, Köln)

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