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Filme LEVINS MÜHLE

LEVINS MÜHLE

© Levins Mühle©DEFA-Stiftung/Dieter Jaeger

Moralisches Drama in Westpreußen im 19. Jahrhundert

116 min. |

Drehbuch & Regie: Horst Seemann DDR 1980 Produktion: DEFA-Studio für Spielfilme Verleih: DEFA-Stiftung, Berlin Literarische Vorlage: Levins Mühle von Johannes Bobrowski Kamera: Hans-Jürgen Kruse Schnitt: Bärbel Bauersfeld Darsteller*innen: Erwin Geschonneck, Katja Paryla, Christina Grashof, Jonka Iliewa, Fred Düren, Käthe Reichel, Peter Szalawski

In einem kleinen Dorf im Westpreußischen, nahe der unteren Weichsel, leben in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts Deutsche, Pol*innen, Juden, Jüdinnen und Rom*nja nebeneinander. Der wohlhabende deutsche Mühlenbesitzer Johann leidet es nicht, daß der Jude Levin in seiner Bootsmühle auch Korn mahlt. Im Glauben, daß die Justiz auf Seiten der Deutschen sein wird, öffnet er nachts das Wehr und schwemmt Levins Mühle weg. Seine Rechnung aber geht nur zum Teil auf. Levin bekommt kein Recht und flieht resigniert mit seiner Freundin Marie, einer Romni. Johann aber wird seines Lebens auch nicht mehr froh. Die anständigen Menschen des Ortes solidarisieren sich –- über Nationalitätenunterschiede hinweg –- und verurteilen ihn moralisch. Auch er verläßt den Ort und geht als Rentier in die Kreisstadt. (Quelle: Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992, leicht überarbeitet

2. Nationales Spielfilmfestival der DDR Karl-Marx-Stadt (1982) Spezialpreis für sein Engagement gegen Intoleranz und Chauvinismus für Horst Seemann

ZWISCHEN PANKOW UND ZEHLENDORF (DE 1991) ÄRZTINNEN (DDR 1984) BEETHOVEN – TAGE AUS EINEM LEBEN (DDR 1976) SCHÜSSE UNTERM GALGEN (DDR 1968) HOCHZEITSNACHT IM REGEN (DDR 1967)

Horst Seemann (1937-2000) beginnt seine DEFA-Karriere mit der satirischen Reihe „Stacheltier“, die beim Publikum sehr erfolgreich ist. Ende der 1960er-Jahre wechselt er in den Spielfilmbereich und wurde mit Literaturverfilmungen bekannt. Seemann war einer der renommiertesten Regisseure der DDR. Levins Mühle ist nach der literarischen Vorlage von Johannes Bobrowskis inszeniert und war Seemanns bekanntestes Werk.

Filmvorstellungen

09.09.2019

20:00
EVA LICHTSPIELE

In Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa Einführung: Lihi Nagler

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