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Filme MORITURI

MORITURI

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Der zweite Film des legendären Filmproduzenten Artur Brauner (1918–2019) und einer der ersten Filme, die sich in der Nachkriegszeit mit dem Holocaust auseinandersetzten

88 min. |

Regie: Eugen York DE (West) 1947/48 Produktion: Artur Brauner CCC Film GmbH Produzent: Artur Brauner Drehbuch: Gustav Kampendonk Kamera: Werner Krien Schnitt: Walter Wischniewsky Musik: Wolfgang Zeller Darsteller*innen: Walter Richter, Winnie Markus, Lotte Koch, Josef Sieber, Siegmar Schneider

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Vorstoß der Roten Armee: In einem KZ muss der polnische Arzt Bronek die Häftlinge in „arbeits- und nicht arbeitsfähig“ einteilen. Schließlich kann er einer Gruppe zur Flucht verhelfen. Die Gruppe versteckt sich in einem Waldstück, wo sie auf weitere Flüchtende trifft, die dort schon seit Wochen ausharren. Die Lebensmittel werden knapp. Kurz bevor die Rote Armee einmarschiert, laufen die KZ-Häftlinge Gefahr aufzufliegen, doch dann muss sich die Wehrmacht zurückziehen. Artur Brauners zweiter Film war einer der ersten Filme überhaupt, die sich in der Nachkriegszeit mit dem Holocaust beschäftigten. Die Nazi-Schergen bleiben fast unsichtbar, doch was sie angerichtet haben, wird sichtbar. Der Film floppte an den Kassen, aber nicht nur das – er erregte darüber hinaus feindliche Stimmung. Das Publikum war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereit, sich mit der jüngsten Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Uraufführung bei den Filmfestspielen von Venedig 1948

(Auswahl) DER MANN IM STROM (DE 1958) DAS FRÄULEIN VON SCUDERI (DE 1955) SCHATTEN DER NACHT (DE 1949) BRANDBOMBEN UND ENTSTEHUNGSBRÄNDE (DE 1942/1943) SPIEGEL DER ZEIT (DE 1942) TEMPO (DE 1941) DANZIG, LAND AN MEER UND STROM (DE 1939) WORT UND TAT. EIN FILMDOKUMENT (DE 1938)

Eugen York wurde 1912 im zaristischen Russland geboren und verbrachte seine Kindheit in Berlin. Er lernte bei Walter Ruttmann und drehte in den 1930er Jahren einige Kulturfilme. Während des Krieges war er an propagandistischen Lehr- und Kulturfilmen beteiligt, u.a. bei LIESE UND MIESE, einer Wochenschau-Propaganda mit Brigitte Mira und Gisela Schlüter, die bald abgesetzt wurde. Trotzdem engagierte ihn Brauner für MORITURI. Seine Karriere als Kino-Regisseur stagnierte ab 1958, später dreht er vor allem Vorabendserien fürs Fernsehen.

Filmvorstellungen

09.09.2019

18:00
EVA LICHTSPIELE Hommage an Artur Brauner (1918-2019)

Einführung: Frank Stern (Wien)

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